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Präsentation der Ausstellung „typisch! Klischees von Juden und anderen “

Über den Holocaust sprechen Eine Veranstaltungsreihe des Jüdischen Museums Wien und von www.erinnern.at. Die Veranstaltungen finden im Jüdischen Museum Wien, Dorotheergasse 11, 1010 Wien statt.
23.04.2009  |  16:00  -  18:00   |  


Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer aller Schultypen und
Unterrichtsfächer sowie an alle, die daran interessiert sind, dass Jugendliche sich mit
dem Holocaust auseinander setzen.


In dieser Reihe soll auf neue Möglichkeiten der Vermittlung eingegangen, aber auch
bereits Bewährtes dargestellt werden. Es werden Unterrichtsmaterialen präsentiert,
Projekte und Unterrichtsmodelle von einzelnen Schulen vorgestellt sowie konkrete
Vermittlungsangebote des Jüdischen Museums gezeigt.


Die Veranstaltungen finden im Jüdischen Museum Wien, Dorotheergasse 11, 1010 Wien statt.


Koordination:
Hannah Landsmann (Jüdisches Museum) und Martin Krist (www.erinnern.at)


"typisch! Klischees von Juden und anderen" ist eine Ausstellung über das Sehen, die
Wahrnehmung, Ordnung und Zuordnung von Bildern und Dingen vom Fremden und
vom Eigenen. Sie zeigt Gegenstände, Bilder, Fotografien und audiovisuelle Objekte,
die Menschen darstellen oder etwas über Menschen aussagen sollen. Das heißt, sie
beschäftigt sich mit Stereotypen.


Wie der Titel schon verrät, geht es in der Ausstellung "typisch! Klischees von Juden und anderen" nicht nur um antisemitische Vorurteile. Da Antisemitismus und Philosemitismus nur eine Facette von Rassismus als "Konstruktion des anderen nach eigenen Wünschen und Vorstellungen" sind, wie es der Afrikanist Walter Schicho formulierte, werden in der Ausstellung durchwegs Parallelen aufgezeigt. So kommen auch Stereotype von Native Americans, African Americans, Aborigines etc. vor. Diese weder systematisch erfassten noch umfassenden Parallelen sollen sowohl zeigen, dass jüdische und antijüdische Stereotype keine Ausnahmeerscheinungen sind, als
auch den Besucher für das Thema Stereotyp, Fremdbild und Vorurteil in einem globaleren Sinne sensibilisieren. Besonders mit der Einbeziehung antiislamischer Stereotype wird auf die Aktualität unser aller Klischeedenken verwiesen und einmal mehr verdeutlicht, inwieweit wir sowohl in historisch gewachsenen als auch in tagespolitisch
motivierten Vorurteilen gefangen sind.


Im Rahmen dieser Veranstaltung findet eine LehrerInnen-Führung durch die Ausstellung
statt. Nach dem gemeinsamen Rundgang werden Vermittlungsprogramme für
SchülerInnen der Unter- und Oberstufe vorgestellt und in Ansätzen auch vor Ort
durchgespielt. Die gemeinsame Diskussion soll auch helfen, die Erwartungen und
Bedürfnisse der LehrerInnen und SchülerInnen in Hinblick auf die Vermittlungsangebote
auszuloten.

 

 

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