Vortrag zum Nachlesen: "Deportiert und entrechtet - Zwangsarbeit im 'Reich' während des Nationalsozialismus"

Einführungsvortrag über NS-Zwangsarbeit von Falk Pingel vom 19.11.2020 zum Nachlesen.

Ohne die Zwangsarbeiter/innen hätten weder die Waffenproduktion für die Wehrmacht noch die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung gewährleistet werden können. Zwangsarbeit in großem Maßstab hat dazu beigetragen, dass der Krieg auch in Zeiten von Bombardements und schweren Verlusten fortgeführt werden konnte. Zwangsarbeiter/innen waren vielfach belastet, u.a. litten sie unter schlechter Ernährung, räumlicher Enge, Quälereien am Arbeitsplatz ...


Erstaunlich, wie schnell die Zwangsarbeit aus der aktiven Erinnerung wie dem öffentlichen Gedenken verschwunden war und auch von der historischen Forschung lange nicht beachtet worden ist – nicht nur in Deutschland, sondern auch in den meisten Herkunftsländern der Zwangsarbeiter/innen. Daher soll es in diesem Vortrag nicht nur um die Arbeits- und Lebensbedingungen, sondern auch um die verschlungenen Wege unseres Erinnerungsvermögens gehen.

Vortrag als PDF zum Nachlesen

Falk Pingel lehrt und forscht zu Zeitgeschichte/Nationalsozialismus sowie Geschichtsdidaktik und Schulbuchforschung. Er war stellvertretender Direktor des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig. Er ist u.a. in vergleichenden Schulbuchprojekten in Ostasien, Südafrika, Südosteuropa und Israel/Palästina tätig gewesen. Er berät internationale Institutionen und Bildungsministerien zu Fragen der Konfliktdarstellung in Unterrichtsmedien. Gegenwärtig fungiert er als Sprecher des Beirats von _erinnern.at_

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Über die Online-Vortragsreihe: Nationalsozialistische Zwangsarbeit in Österreich

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Erstellt am 2021-01-11T16:08:43+01:00, zuletzt geändert 2021-01-15T13:19:12+01:00