Alle Burgenland Artikel

Briefe aus einer versinkenden Welt. 1938 /1939- von Lutz Elija POPPER

„.. mit einem geträumten Visum, wird man mich schwerlich nach Amerika einreisen lassen ..." schreibt der Wiener Arzt Ludwig Popper im Jahr 1939 in einem Brief an seine Frau in Wien. Statt in den angestrebten USA, ist er schließlich in Bolivien, in Südamerika gelandet. Popper hat bis dahin einen bürokratischen Kleinkrieg geführt gegen eine verständnislose Welt, wie sie sich heute noch Asylsuchenden entgegenstellt. In den mehr als vierhundert berührenden Briefen aus 1938/39 wird die Vertreibung der Familie aus Österreich und aus Europa akribisch dokumentiert. Weitere Informationen und Bestellung:

GEDENKEN AN DIE NOVEMBERPOGROME 1938

Aus Anlass des Gedenkens an die Novemberpogrome 1938 zeigen die Burgenländische Forschungsgesellschaft an dieser Stelle zwei kurze Interviews aus dem Jahr 2002, in denen sich aus dem Burgenland vertriebene Zeitzeugen an die Wochen zwischen März und November 1938 erinnern. http://www.forschungsgesellschaft.at/index.htm https://vimeo.com/189119562

Rechnitzer Geschichten von Eva SCHWARZMAYER

In Interviews sprechen 16 Rechnitzerinnen und Rechnitzer über ihre Erinnerungen an den Nationalsozialismus, an die Kriegsjahre und die Zeit des Neubeginns. Erinnerungen werden wach, längst vergessen Geglaubtes wird durch das Gespräch wieder erinnert.

Das Massaker beim Kreuzstadl in Rechnitz

Informationen zum Mahnmal Kreuzstadl, Massaker, Südostwall, Opfer, Todesmärsche, Täter, Massengrab bei Rechnitz Die Gedenkinitiative RE.F.U.G.I.U.S Symposium "Das Drama Südostwallbau am Beispiel Rechnitz" Elfriede Jelinek: „Rechnitz (Der Würgeengel)“ Ermittlungen gegen Nazi-Kriegsverbrecher

Amari Historia - Unsere Geschichte

Lebensgeschichten von 18 Männern und Frauen geben bewegende Ein­blicke in die Geschichte des Burgenlandes. Burgenlandkroaten, Burgen­landungarn und deutschsprachige Burgenländer ebenso wie Angehörige der Volksgruppe der Roma und der im zweiten Weltkrieg vertriebenen jüdischen Bevölkerung erzählen ihr Leben. Die beiden ältesten interviewten Personen sind Jahrgang 1925 und 1928. In den Erzählungen wird erlebtes Unrecht spürbar, aber auch Erfahrungen wechselseitiger Solidarität und Wertschätzung. http://www.roma-service.at/amarihistorija.shtml

Gedenkweg Oberwart

Der Gedenkweg soll an die Oberwarter Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Jeder Ort erzählt stellvertretend die Geschichte verschiedener Opfergruppen. Es waren und sind zentrale Orte mit öffentlichem Charakter. Die Opfer der NS-Zeit sollen heute an jenen Orten, wo sie einst von NS-Behörden verfolgt wurden oder aus dem Gedächtnis gelöscht werden sollten, dem Erinnern wiedergegeben werden. Die Tafeln symbolisieren das Fehlen eines Teils der Oberwarter Bevölkerung. Jede Tafel steht für Menschen, die einst Mitglieder der Oberwarter Gesellschaft waren und in der NS-Zeit aus dieser ausgeschlossen wurden. Ihre Vertreibung, Ermordung und das Vergessen hinterließen Lücken, die nicht mehr aufgefüllt werden konnten.

Bolivien für Gringos - von Lutz Elija POPPER

Ludwig Popper, prominenter Vertreter der österreichischen Sozialmedizin, dokumentierte in autobiografischen Notizen die vielen Stationen seines Lebens. So entstanden berührende Briefe während seiner Flucht vor den Nazis, ethnologisch wertvolle Skizzen aus dem Exil in Bolivien, medizinisch interessante Erkenntnisse und Erfahrungen aus seiner Arbeit in Wien und Bolivien.

Neuerscheinung

Die Toten von Bruck – Dokumente erzählen Geschichte – von Petra Weiß und Irmtraut Karlsson, Bruck/Leitha 2008

"Anschlussdenkmal" in Oberschützen soll zum Mahnmal werden

Bei Oberschützen/Bez. Oberwart steht das größte sogenannte "Anschlussdenkmal" Österreichs. Bereits wenige Wochen nach der Machtübernahme entschlossenn sich die örtlichen NS-Parteiführer als Dank für den „Anschluss an Deutschland“ dieses Denkmal zu errichten. 1945 wurden der "Reichsadler" und die "Opferschalen" entfernt. Das umstrittene Monument blieb bestehen. Nun nach jahrelangen Diskussionen soll dieses zu einem Mahnmal werden.

Jüdischen Kulturwege im Burgenland - Rundgänge durch die „Sieben Gemeinden“ (Scheva Kehillot) und die Gemeinden des Südburgenlandes

In der Broschüre werden 12 Rundgänge durch ehemalige jüdische Gemeinden beschrieben. - Die Broschüre als PDF und Fotos für Ihren Gebrauch finden Sie als Download: http://www.forschungsgesellschaft.at/routes/downloads/routes_bgld.pdf - Die Broschüre „Jüdische Kulturwege im Burgenland“ ist eine Gemeinschaftsproduktion der burgenländischen Volkshochschulen, der burgenländischen Forschungsgesellschaft, dem Landesmuseum und dem österreichisch-jüdischen Museum in Eisenstadt.

HOLOCAUST HISTORY Project

Holocaust-Thematik, einmal anders. Daniela Moszkowicz/Dadieu - Ebenbauer ist einerseits Tochter eines jüdischen Vaters, der als einziger von 7 Geschwistern Auschwitz überlebte, andererseits Enkelin eines führenden NSDAP-Mitglieds. Vor diesem Hintergrund nimmt sie SchülerInnen der 7. bis 10. Schulstufen aller Schultypen mit auf eine Zeitreise zu den gegensätzlichen Wurzeln ihrer Eltern. Die Thematik wird mit Hilfe von interaktiven Methoden und dem gemeinsamen Erörtern von Fragen in respektvollem Dialog bearbeitet. Bisher nahmen bereits rund 1.200 SchülerInnen an diesen Workshops des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK) teil.

Arbeitsgruppe Nationalsozialismus und Holocaust im Burgenland

Die AG Nationalsozialismus und Holocaust im Burgenland wurde anlässlich des Gedenkjahres 1938 – 2008 gegründet. Einigen engagierten Personen und Institutionen im Burgenland ging es um ein würdiges Gedenken an die Opfer des NS Regimes, aber auch darum zu zeigen, dass das Burgenland – auch das offizielle – sich seiner historischen Verantwortung bewusst und reif ist, Zeichen des Gedenkens und Erinnerns zu setzen.