Alle Burgenland Artikel

„A Letter to the Stars"

Eine 5. und 7. Klasse des Bundesrealgymnasiums Mattersburg nahm heuer (2008) an diesem Projekt des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur teil. Im Rahmen jener Aktion nehmen Schüler Kontakt zu ehemaligen Österreichern auf, die als Juden wegen ihrer Rasse unser Land verlassen mussten oder den Holocaust überlebten.

HOLOCAUST HISTORY Project

Holocaust-Thematik, einmal anders. Daniela Moszkowicz/Dadieu - Ebenbauer ist einerseits Tochter eines jüdischen Vaters, der als einziger von 7 Geschwistern Auschwitz überlebte, andererseits Enkelin eines führenden NSDAP-Mitglieds. Vor diesem Hintergrund nimmt sie SchülerInnen der 7. bis 10. Schulstufen aller Schultypen mit auf eine Zeitreise zu den gegensätzlichen Wurzeln ihrer Eltern. Die Thematik wird mit Hilfe von interaktiven Methoden und dem gemeinsamen Erörtern von Fragen in respektvollem Dialog bearbeitet. Bisher nahmen bereits rund 1.200 SchülerInnen an diesen Workshops des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK) teil.

Virtueller Gedenkort Kemeten

Der virtuelle Gedenkort K. informiert über die nationalsozialistischen Morde an über 100 BewohnerInnen der Gemeinde Kemeten. Sie wurden als "Zigeuner" und damit "minderwertig" bezeichnet und in den Lagern der Nationalsozialisten ermordet. - siehe: www.gedenkweg.at

"Anschlussdenkmal" in Oberschützen soll zum Mahnmal werden

Bei Oberschützen/Bez. Oberwart steht das größte sogenannte "Anschlussdenkmal" Österreichs. Bereits wenige Wochen nach der Machtübernahme entschlossenn sich die örtlichen NS-Parteiführer als Dank für den „Anschluss an Deutschland“ dieses Denkmal zu errichten. 1945 wurden der "Reichsadler" und die "Opferschalen" entfernt. Das umstrittene Monument blieb bestehen. Nun nach jahrelangen Diskussionen soll dieses zu einem Mahnmal werden.

Die jüdische Familie Wallenstein-Benkö - "Ich habe nie verstanden, warum er zurückkam und blieb"

Von Pieber Martin, Burgenländische Lebensgeschichten, Band 4 Etwa dreißig Juden und Jüdinnen lebten bis 1938 in Neusiedl am See, u.a. die Familie Wallenstein-Benkö. Sie besaß ein Schnittwarengeschäft im Ort. Als die Nationalsozialisten die Macht übernahmen, wurde die Familie misshandelt und ihres Besitzes beraubt. Bald darauf musste sie das Burgenland Richtung Ungarn verlassen. 1944 wurden vier Generationen der Familie in Auschwitz ermordet.

Amari Historija

20 ZEITZEUGEN VERSCHIEDENER VOLKSGRUPPEN ERZÄHLEN 80 JAHRE GEMEINSAME GESCHICHTE Lebensgeschichten von 20 Männern und Frauen geben bewegende Einblicke in die Geschichte des Burgenlandes. Die beiden ältesten interviewten Personen sind Jahrgang 1925 und 1928. In den Erzählungen wird erlebtes Unrecht spürbar, aber auch Erfahrungen wechselseitiger Solidarität und Wertschätzung. Nach der ersten Dokumentation "Mri Historija / Meine Geschichte" mit Biografien burgenländischer Roma liegt jetzt das Ergebnis des vom Verein Roma-Service gemeinsam mit dem ORF Burgenland durchgeführten Folgeprojekts "Amari Historija / Unsere Geschichte" - ein Mosaik burgenländischer Geschichte - vor. EINE ZEITZEUGEN-DOKUMENTATION VON ROMA-SERVICE

Neuerscheinung

„Vor dem Volksgericht. Verfahren gegen burgenländische NS-Täter 1945-1955“ – von Susanne Uslu-Pauer und Eva Holpfer, Eisenstadt 2008

40 Jahre Österreichische Jüdische Museum in Eisenstadt

2012 feiert das Österreichische Jüdische Museum in Eisenstadt sein 40-jähriges Bestehen. Das gesamte Jahresprogramm, das mit einer Reihe innovativer musealer Angebote aufwartet, steht im Zeichen dieses Jubiläums. http://ojm.at/40j Highlights des Jubiläums-Jahresprogramms 2012 sind - die Stadt- und Straßenausstellung "Ver-/Be-gangen" und - die Präsentation eines "Reiseführers durch das jüdische Burgenland".

Projekt "Erinnerungszeichen"

NMS & PTS Zurndorf übernimmt die Patenschaft für den jüdischen Friedhof in Gattendorf Ein Projekt der Kulturabteilung des Landes Burgenland, Landesschulrat Burgenland und "erinnern.at"

Gedenkstätte „Garten der Erinnerung“

Am ehemaligen Standort der jüdischen Synagoge in Frauenkirchen wurde 2016 vom Verein „Initiative Erinnern Frauenkirchen“ eine Gedenkstätte errichtet. Die äußere „Schirmwand“ skizziert stilistisch die ehemalige Tempelfront. Innen befinden sich eine Thorarolle aus Bronze, zum Gedenken an die jüdische Gemeinde, eine Ausgrabungsstätte mit den Fragmenten der ehemaligen barocken Synagoge und den zerbrochenen Säulen, die auf die Zerstörung des Tempels hinweisen, und die Tafeln mit den Namen der vertriebenen jüdischen Familien. Sie nehmen metaphorisch auf einen Thoraschrein Bezug. Ein digitales Informationssystem ermöglicht es, sich über die Geschichte der Juden in Frauenkirchen zu informieren.

Die jüdische Gemeinde von Oberwart / Felsőőr

Wissenschaftlich fundiert, aber in einer leicht verständlichen Sprache, bringt die Historikerin Ursula Mindler die Geschichte der jüngsten jüdischen Gemeinde des heutigen Burgenlandes einer breiteren Öffentlichkeit näher. Sie zeichnet das jüdische Leben des Ortes nach – von den ersten Ansiedlungen von Juden und Jüdinnen in Oberwart / Felsőőr bis zur gewaltsamen Auflösung der Israelitischen Kultusgemeinde nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1938.

„Sie werden leben!“

von Renate M. Schönfeldinger Das Schicksal eines jüdischen Zwangsarbeiters aus Ungarn und seine Rettung durch eine burgenländische Familie im Jahr 1945.

"Die endlose Unschuldigkeit“ – Elfriede Jelineks „Rechnitz (Der Würgeengel)“ von Pia Janke, Teresa Kovacs, Christian Schenkermayr (Hg.)

Die Publikation befasst sich mit Jelineks gleichnamigen Theatertext, in dem sich die Autorin auf das Massaker an 180 jüdischen Zwangsarbeitern 1945 im Rahmen eines nationalsozialistischen Festes auf dem Rechnitzer Schloss von Margit Batthyány, geborene Thyssen-Bornemisza, bezieht. Dieses Ereignis, das zu einer Chiffre für die unaufgearbeitete Vergangenheit Österreichs wurde, ist bis heute nicht restlos geklärt.

Samuel Ehrenfeld-Weg entlang der Wulka

Der Weg entlang der Wulka wurde nach Samuel Ehrenfeld, dem letzten Rabbiner von Mattersburg, benannt. Eine Initiative des Vereins: wir erinnern. Begegnung mit dem jüdischen Mattersburg ( http://www.wir-erinnern.at/index.php)

40 Jahre Österreichisches Jüdisches Museum in Eisenstadt

2012 feiert das Österreichische Jüdische Museum in Eisenstadt sein 40-jähriges Bestehen. Das gesamte Jahresprogramm, das mit einer Reihe innovativer musealer Angebote aufwartet, steht im Zeichen dieses Jubiläums. Highlights des Jubiläums-Jahresprogramms 2012 sind die Stadt- und Straßenausstellung "Ver-/Be-gangen" und die Präsentation eines "Reiseführers durch das jüdische Burgenland".