Langen Nacht der Forschung: Niederösterreicher:innen in der Neuen Welt (1938-1945)

Bei der Langen Nacht der Forschung wird im Museum Niederösterreich bei dieser interaktiven Station die Lebensgeschichten vertriebener Niederösterreicher:innen erzählt, die sich gegen den Nationalsozialismus stellten.
What Ausstellung
Wann

24.04.2026 von 17:00 bis 23:30 (Europe/Vienna / UTC200)

Bundesland

Niederösterreich

Wo

Museum Niederösterreich Kulturbezirk, 5, 3100 St. Pölten

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Ab 1938 der NS-Herrschaft in Österreich und dem damit verbundenen „Bösartigkeitsfurioso“ entfliehend, fanden zahlreiche Niederösterreicher:innen nicht nur den Weg in die Vereinigten Staaten, sondern engagierten sich militärisch und geistig gegen Hitlerdeutschland und für die Befreiung ihres Heimatkontinents vom Nationalsozialismus.

So kämpfte der in Amstetten aufgewachsene und mit einem Kindertransport nach Frankreich geflohene George Wozasek, ein Skifahrer von Kindesbeinen, als Artillerist in der einzigen US-Gebirgs- und Skitruppe des Zweiten Weltkriegs – und wurde dabei verwundet; der in Wilhelmsburg tätig gewesene Industrielle Kurt Lichtenstern kam als akademisch ausgebildeter „G.I.“ und Zivilverwaltungssoldat namens Conrad Lester nach Europa zurück; die in Melk geborene Sängerin und Schauspielerin Vilma Kuerer wiederum setzte für den US- Kriegsgeheimdienst Office of Strategic Services ihre „verführerische Radiostimme“ ein, um die Kampfmoral von deutschen Wehrmachtssoldaten zu untergraben; und der in Baden geborene Carl Ludwig Habsburg-Lothringen diente freiwillig im „Österreichischen Bataillon“ der US-Armee. Sie alle leisteten Widerstand von außen gegen den Nationalsozialismus.