Führung am „Russenfriedhof“

Führung am "Russenfriedhof" nördlich von St. Johann/Pongau mit Informationen zur Entstehung und zum historischen Kontext
  • Wann 06.09.2020 von 14:00 bis 15:30 (Europe/Vienna / UTC200)
  • Bundesland Salzburg
  • Wo St. Johann im Pongau, „Russenfriedhof“
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Zirka zweieinhalb Kilometer nördlich vom Zentrum der Stadt St. Johann/Pg. liegt unterhalb der B 311 der „Russenfriedhof“. Beim Knoten Altach leitet ein Wegweiser an der Bundesstraße zur Zufahrt des „Russenfriedhofs“. Der Lagerfriedhof hat sich im Volksmund als „Russenfriedhof“ eingeprägt.

In zwei Massengräbern und fünf Einzelgräbern liegen 3.549 sowjetische Kriegsgefangene und Zivilpersonen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden hier 51 jugoslawische Kriegsgefangene und Zivilpersonen bestattet. Die sowjetischen Denkmäler und Grabsteine wurden zwischen 1945 und 1949 errichtet, ein genaues Datum ist bis jetzt nicht bekannt.

1969 wurde die Liegenschaft des Lagerfriedhofs an das Bundesministerium für Bauten und Technik verkauft. 1973 wurde der Friedhof einer Neugestaltung unterzogen. Die noch bestehenden Grabhügel des Sowjetteils wurden eingeebnet, die verschiedenartigen Grabzeichen des jugoslawischen Teils entfernt und durch einen zentralen Gedenkstein ersetzt. Heute sind für dieses Areal das Innenministerium und die Bundesimmobiliengesellschaft zuständig, für die Pflege der Anlage das Schwarze Kreuz.