Buchpräsentation und Diskussion: Schaltstelle der Terrors. Geschichte und Personal der Zentralstelle für jüdische Auswanderung Wien 1938–1943

Eine Veranstaltung des Instituts für historische Sozialforschung
What Literatur
Wann

30.10.2025 von 18:30 bis 20:00 (Europe/Vienna / UTC100)

Bundesland

Wien

Wo

Bibliothek der Arbeiterkammer, 
Prinz-Eugen-Straße 20-22
1040 Wien

Termin zum Kalender hinzufügen

iCal

Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 wurde das Palais Rothschild in der Wiener Prinz-Eugen-Straße von den neuen Machthabern beschlagnahmt. Wenige Monate später richtete hier Adolf Eichmann die Zentralstelle für jüdische Auswanderung ein. Ihre Aufgabe war es zunächst, die erzwungene Auswanderung der jüdischen Bevölkerung zu beschleunigen. Ab 1941 bildete sie das organisatorische Zentrum für die Verschleppung Zehntausender Menschen aus Wien in Ghettos und Todeslager im Osten. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges spielten frühere Angehörige der Zentralstelle eine Schlüsselrolle bei Holocaust-Verbrechen in anderen Teilen Europas.
Ausgehend von der Geschichte der Zentralstelle und den Lebensläufen der Täter:innen, werden im vorliegenden Band Aspekte dieser „Behörde neuen Typs“ aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und historische Verbindungslinien offengelegt – vom jüdischen Leben in Wien vor dem „Anschluss“ bis hin zur justiziellen (Nicht-) Verfolgung der Täter:innen.  

Zu den Personen:

Gabriele Anderl, freiberufliche Wissenschaftlerin und Autorin. 
Tim Corbett, freischaffender Historiker, Autor, Übersetzer und Lektor.
Claudia Kuretsidis-Haider, Historikerin am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes. 
Florian Wenninger, Historiker am IHSF


Vortrag und Diskussion finden auf Deutsch statt.

Die Veranstaltung ist kostenlos.
Um Anmeldung bis zum 29.10. wird gebeten.