Vortrag: Thomas Kiebl: Jung, brutal … und antisemitisch? – Über Antisemitismus im Deutschrap

Vortragsreihe des JIFE (Jüdischen Instituts für Erwachsenenbildung) und des DÖW
Anmeldung über die Homepage der VHS Wien
Wann

06.12.2022 von 18:30 bis 20:00 (Europe/Vienna / UTC100)

Bundesland

Wien

Wo

DÖW (Dauerausstellung), Altes Rathaus, Wipplingerstraße 6, 1010 Wien

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Thomas Kiebl: Jung, brutal … und antisemitisch? – Über Antisemitismus im Deutschrap

2018 wurden die Rapper Kollegah und Farid Bang mit einem Echo für ihr Album „Jung Brutal Gutaussehend 3“ ausgezeichnet – eine Verleihung, die in Deutschland für heftige Kritik und die erste große Debatte über Antisemitismus im Deutschrap sorgte. Den Musikpreis Echo gibt es mittlerweile nicht mehr, der Antisemitismus im Deutschrap ist jedoch nicht verschwunden. Im Gegenteil: Eine Studie der Universität Bielefeld aus dem Jahr 2021 belegt einen Zusammenhang zwischen antisemitischen Einstellungen und dem Konsum von Gangsta-Rap, einem Sub-Genre des Deutschrap. Den Antisemitismus nur als ein Phänomen der jüngeren Vergangenheit zu betrachten, wäre allerdings falsch. Er hat eine lange Geschichte – nur nahm in Zeiten, in denen Deutschrap nur eine Subkultur unter vielen war, kaum jemand davon Notiz. Im Jahre 2022 hat sich das geändert. Deutschrap ist inzwischen der Motor der Pop-Industrie geworden, dominiert Charts und Festivals. In der Musik selbst tritt der Antisemitismus oft selten offensichtlich zu Tage, vielmehr wird mit Metaphern, Codes und Verschwörungserzählungen operiert.

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