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Antisemitismus im Bildungsbereich – Prävention und Intervention

Antisemitismus ist eine Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, die in unserer Gesellschaft in hohem Ausmaß präsent ist und eine konkrete Alltagserfahrung und -bedrohung für Jüdinnen, Juden und andere von Antisemitismus Betroffene darstellt. Bildungsarbeit gegen Antisemitismus betrifft die Ebenen Prävention – insbesondere als werteorientierter Unterricht – sowie die Intervention bei Vorfällen. Antisemitismuskritische Bildungsarbeit spielt eine zentrale Rolle, um Vorurteile abzubauen, Empathie zu fördern und demokratische Werte zu stärken. Diese Themenseite bietet Lehrkräften einen Überblick darüber, welche Erscheinungsformen Antisemitismus annehmen kann und wie er sich erkennen und benennen lässt. Neben Hintergrundinformationen zum Thema finden Sie hier konkrete Hilfestellungen für Prävention und Intervention im Unterricht und der Schulgemeinschaft, Lehr- und Lernangebote sowie Fortbildungsangebote. Weiters gibt die Seite einen Einblick in nationale sowie internationale Standards der Bildungsarbeit gegen Antisemitismus sowie Strategien, um Antisemitismusprävention im Bildungswesen zu stärken. Eine 2026 erschienene Handreichung bietet Lehrkräften eine fundierte und kompakte Einführung in die Geschichte, Erscheinungsformen und Funktionen von Antisemitismus. Sie unterstützt PädagogInnen in der Prävention von Antisemitismus, aber auch dabei, antisemitische Äußerungen und Vorfälle im Schulalltag zu erkennen, klar als solche zu benennen und pädagogisch angemessen darauf zu reagieren.

Rückblick: Zeitzeuginnen- und Zeitzeugenseminar 2025 – 80 Jahre (Zeit)zeugenschaft

Am 9. und 10. März 2025 fand das jährliche Zeitzeuginnen- und Zeitzeugenseminar in Wien statt, die österreichweit größte Fortbildung für Lehrpersonen zu den Themen Zeitzeugenarbeit und Lernen aus und mit Lebensgeschichten. Anlässlich des 80-jährigen Jubiläums des Kriegsendes widmete sich das Seminar der Rückschau auf 80 Jahre (Zeit)zeugenschaft sowie anknüpfenden Zukunftsfragen, über die Sie im folgenden Seminarbericht lesen und in Audio-Beiträgen hören können. Zum Vormerken: Das nächste Zeitzeuginnen- und Zeitzeugenseminar findet am 8. und 9. März 2026 in Wien statt.

Bericht: Yad Vashem Graduate Network Seminar

Vom 28. bis 30. März 2025 fand im Haus der Wannsee Konferenz in Berlin das internationale Graduate Network Seminar von Yad Vashem statt. Dazu waren alle AbsolventInnen von Seminaren an der Internationalen Schule für Holocaust-Studien (ISHS) in Yad Vashem eingeladen, so auch die AbsolventInnen der Israel-Seminarreisen von ERINNERN:AT.

Buchprojekt zum Erinnerungsjahr an der NMS-Finkenstein

Im Rahmen eines Projektes im Fach Geschichte und Politische Bildung an der NMS Finkenstein haben die Schülerinnen der 8. Schulstufe Lotte Offtermatt und Anastasiia Korobkina ein bemerkenswertes Buch mit dem Titel „Mühlberg“ verfasst. Begleitet durch Lehrerin Felicitas Sapetschnig verfolgten sie das Ziel, auf die Gefahren von Extremismus und Wiederbetätigung aufmerksam zu machen und ein klares Zeichen für Aufklärung und Erinnerungskultur zu setzen.

New teaching aid: “Countering Holocaust denial and distortion through education. A guide for teachers”

In January 2025, UNESCO published a guide to help teachers recognise Holocaust denial and distortion in social media and address them in the classroom. The teaching aid was developed in cooperation with the Austrian Ministry of Education and OeAD’s ERINNERN:AT programme. Werner Dreier, a historian and former executive director of ERINNERN:AT, was one of the authors. In connection with the publication of the English-language version, we conducted the following interview on the background and aims of the guide. The interview was conducted by Victoria Kumar and Patrick Siegele.

Kriegsende und Befreiung in Kärnten/Koroška

Der Artikel gibt einen Überblick über die Ereignisse rund um das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung vom NS-Regime in Kärnten/Koroška. Zudem verweist er auf eine Ausstellung im kärnten.museum mit dem Titel "HINSCHAUEN! POGLEJMO. Kärnten und der Nationalsozialismus. Koroška in nacionalsocializem" (Laufzeit 8. Mai bis 26. Oktober 2025). Ausstellungseröffnung und Eröffnung "Erinnerungsjahr 2025 Leto spominjanja" am 8. Mai um 18 Uhr im kärnten.museum. Ein Beitrag von Nadja Danglmaier

Neue Handreichung für Lehrpersonen: “Countering Holocaust denial and distortion through education. A guide for teachers”

Im Jänner 2025 hat die UNESCO einen Leitfaden herausgegeben, der Lehrpersonen dabei unterstützen soll, Holocaust Leugnung und Verzerrung (Distortion) in Sozialen Medien zu erkennen und im Unterricht entsprechend zu bearbeiten. Die Handreichung entstand in Kooperation mit dem österreichischen Bildungsministerium und dem OeAD-Programm ERINNERN:AT. Einer der Autoren war Werner Dreier, Historiker und ehemaliger Geschäftsführer von ERINNERN:AT. Anlässlich des Erscheinens der englischsprachigen Version haben wir folgendes Interview zu den Hintergründen und Zielen der Handreichung geführt. Die Fragen stellten Victoria Kumar und Patrick Siegele.

Call for Papers: Zwischen Politisierung und Prävention Herausforderungen für die Antisemitismusforschung

Am 1. und 2. Dezember 2025 findet in Wien eine internationale Tagung zum Thema Antisemitismusforschung statt. Organisiert wird sie von der Arbeitsgruppe Antisemitismusforschung am Institut für Kulturwissenschaften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit dem Zentrum für Jüdische Studien der Universität Basel und dem Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin. Abstracts für die Tagung können bis zum 30. April eingereicht werden.

Kriegsende und Befreiung in Vorarlberg

Das Kriegsende in Vorarlberg war geprägt von Durchhalteparolen, Repression und Gewalt gegenüber der Zivilbevölkerung, Kriegsendverbrechen und dem Versuch, den Vormarsch französischer Truppen zu verlangsamen. Teile der Bevölkerung engagierten sich trotz großer Gefahr im Widerstand. Als Teil einer propagierten „Alpenfestung“ wurde das Gebiet Vorarlberg als Rückzugsort militärischer Einheiten genützt, was eine hohe Konzentration an Kampfverbänden zur Folge hatte. Ein Beitrag von Johannes Spies

Kriegsende und Befreiung in Tirol

Zum Thema Kriegsende und Befreiung in Tirol stellt Horst Schreiber, Leiter von ERINNERN:AT Tirol, drei Artikel bereit, die sich verschiedenen Aspekten und Schwerpunkten widmen. Der zahlreich bebilderte Haupartikel schildert die Befreiung Innsbrucks und wie es dem Tiroler Widerstand gelang, Innsbruck noch vor der Ankunft der amerikanischen Heereseinheiten zu befreien. Mit den vielfältigen und konträren Perspektiven von Opfern, TäterInnen und der Bevölkerung befasst sich ein zweiter Artikel, während im dritten Beitrag der Fokus auf dem Todesmarsch von KZ-Häftlingen aus Dachau nach Tirol liegt. Zusätzlich stehen jeweils weitere Berichte und Quellen zum Download bereit.

Ausschreibung: „Hillel Award" 2025

Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Jänner 2025 schreibt der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit erstmals den „Hillel-Award“ aus. Prämiert werden herausragende Vorwissenschaftliche Arbeiten (AHS) und Diplomarbeiten (BHS), die einen thematischen Bezug und kritischen Zugang zu jüdischem Leben bzw. christlich-jüdischen Beziehungen in Gegenwart und Geschichte aufweisen.