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Zeitzeuge Franc Kukovica (1933–2025) verstorben | Preminul je Franc Kukovica (1933–2025), časovna priča

Am 11. Juli 2025 ist Franc Kukovica im Alter von 91 Jahren verstorben. Franc Kukovica war eine bedeutende Stimme der Erinnerungsarbeit in Kärnten/Koroška, besonders für die Geschichte der Kärntner Sloweninnen und Slowenen während der NS-Zeit und deren Nachwirkungen. Seine langjährige Tätigkeit als Zeitzeuge war für viele Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen eine wertvolle Ressource. Im Folgenden finden Sie den Nachruf auf Deutsch und Slowenisch. 11. julija 2025 je umrl Franc Kukovica v starosti 91 let. Franc Kukovica je bil pomemben glas v spominskem delu na Koroškem še prav posebej za zgodovino koroških Slovenk in Slovencev v času nacionalisocializma in za posledice tistega časa. Njegovo dolgoletno delovanje kot priča časa je bilo za mnoge učenke in učence ter za učno osebje dragocen vir.

Neue Lern-Website: Warum wurden Stefan Widla und Jan Kosnik ermordet?

Die Website, erstellt von Christian Mathies (ERINNERN:AT), thematisiert das Schicksal der Polen Stefan Widla und Jan Kosnik, die wegen eines vermuteten Verhältnisses zu zwei einheimischen Frauen am 2. September 1940 im „Polenlager“ der TIWAG in Kirchbichl gehängt wurden. Umfangreiches didaktisches Material ermöglicht den Einsatz der Website im Unterricht.

Culture of Remembrance Award 2026 - Einreichungen gesucht

Das Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška schreibt im Schuljahr/Studienjahr 2025/2026 einen „Culture of Remembrance Award“ für Abschlussarbeiten von Schüler*innen und Student*innen im Bereich NS-Erinnerungskultur aus. Ziel des „Culture of Remembrance Award“ ist es, hervorragende Diplomarbeiten, vorwissenschaftliche Arbeiten, Seminararbeiten, Bachelor- oder Masterarbeiten im Bereich Nationalsozialismus in Kärnten zu prämieren, die sich mit Themen wie Widerstand und Verfolgung, KZ-Außenlager Loibl Nord und Lendorf, sowie Zivilcourage oder Täter und Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten befassen. Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška v šolskem/študijskem letu 2025/2026 razpiše nagrado „Culture of Remembrance Award“ za zaključne naloge dijakov in študentov s področja kulture spominjanja na čas nacionalsozializma. Namen „Culture of Remembrance Award“ je nagraditi odlične predznanstvene naloge, diplomske naloge, seminarske naloge, bachelor ali magistrske naloge s področja nacionalsocializma na Koroškem, zlasti o temah, kot so npr: upor in pregnanstvo, koncentracijsko taborišča Ljubelj sever in Lendorf/Dhovše ter civilni pogum ali storilci in žrtve nacionalsocializma na Koroškem.

Fortbildungen für Lehrkräfte

Hier finden Sie aktuelle Fortbildungsangebote für Lehrkräfte zum Thema Antisemitismus:  bereits fixierte Termine, zu denen Sie sich anmelden können, sowie Fortbildungsangebote auf Anfrage.

Prävention: Vorbeugender Unterricht

Eine vorbeugende schulische Bearbeitung von Antisemitismus befasst sich neben grundsätzlichen Fragen der pädagogischen Herangehensweise mit dem Kennenlernen der Vielfalt jüdischen Lebens, der Thematisierung von Antisemitismus und Diskriminierung, der Auseinandersetzung mit Israel/Palästina sowie der Geschichtsvermittlung zum Holocaust. Neben Wissensvermittlung sind gerade die Vermittlung von Werten und das Erlernen der Fähigkeit zum Perspektivwechsel und der Widerspruchstoleranz wichtig für die Prävention von Antisemitismus.

Solidarität mit dem Peršmanhof – Bildungsangebote nutzen und Erfahrungen teilen

Der Polizeieinsatz bei einem antifaschistischen Bildungscamp am Peršmanhof in der Südkärntner Gemeinde Bad Eisenkappel/Železna Kapla am 27. Juli 2025 lässt Menschen, die für demokratische Grundwerte einstehen und sich im Bereich der NS-Erinnerungskultur engagieren, verstört zurück. Der Lern- und Gedenkort braucht jetzt unsere Solidarität – indem wir die Bildungsangebote des Društvo/Verein Peršman nutzen und unsere bisherigen Erfahrungen damit teilen.

Information: Hintergrundwissen für Lehrpersonen

Unter antisemitismuskritische Bildungsarbeit versteht man pädagogischen Konzepte, die antisemitische Denkmuster, Erscheinungsformen, Funktionen und strukturelle Mechanismen thematisieren. Antisemitische Denk- und Handlungsmuster werden nicht ausschließlich als individuelles, sondern ebenso als strukturelles und gesamtgesellschaftliches Phänomen verstanden.

Prävention: Bildungsangebote für Schule und Lehrkräfte

In der schulischen Bearbeitung versteht man unter Prävention den vorbeugenden Unterricht ohne spezifischen Anlassfall. Das umfasst beispielsweise Bildungsangebote, die sich mit Vorurteilen und Stereotypen wie auch mit deren Funktionsweisen auseinandersetzen und die zu einem besseren Verständnis von Antisemitismus und anderen Diskriminierungsformen sowie zur Förderung von Empathie oder des Prinzips der Multiperspektivität beitragen.

Was ist Antisemitismus?

In Österreich leben etwa 15.000 Jüdinnen und Juden. Ihre Lebensrealitäten und Identitäten sind genauso vielfältig wie ihre Bezüge zu jüdischer Religion und Kultur. Im antisemitischen Denken kommen Jüdinnen und Juden jedoch häufig nicht als reale Personen, sondern als Projektionsflächen vor: Eigene und gesellschaftliche Vorstellungen, Wünsche, Sehnsüchte und Ängste werden auf Jüdinnen und Juden übertragen.

Funktionen des Antisemitismus

Antisemitische Stereotype und konstruierte Bilder über Jüdinnen und Juden können vielfältige, entlastende, vermeintlich welterklärende oder identitätsstiftende Funktionen erfüllen.

Intervention: Umgang bei Vorfällen

Beim Umgang mit antisemitischen Vorfällen steht der Schutz der betroffenen Person immer an erster Stelle. Ebenso wichtig ist eine klare und eindeutige Haltung der Lehrkraft: Antisemitismus darf nicht relativiert oder ignoriert werden. Danach folgt die Adressierung der VerursacherInnen sowie die Solidarität mit jenen, die sich gegen die antisemitische Tat oder Äußerung stellen und Haltung zeigen. Erst dann werden notwendige Konsequenzen gezogen. Eine gute Nachsorge sowie Schlussfolgerungen sollen nachhaltig wirken.

Erklärung zum Polizeieinsatz an der Gedenkstätte und im Museum Peršman am 27.07.2025

Wir, die Vorbereitungsgruppe für das „Erinnerungsjahr 2025 / Leto spominjanja“ als Initiative des Kärntner Kulturgremiums in Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung des Landes Kärnten / Pobuda Koroškega kulturnega gremija v sodelovanju z oddelkom za kulturo deželne vlade, sind entsetzt über den Polizeieinsatz an der Gedenkstätte und im Museum Peršman in der Gemeinde Eisenkappel-Vellach/Železna Kapla-Bela am 27.07.2025.