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Was ist Antisemitismus?

In Österreich leben etwa 15.000 Jüdinnen und Juden. Ihre Lebensrealitäten und Identitäten sind genauso vielfältig wie ihre Bezüge zu jüdischer Religion und Kultur. Im antisemitischen Denken kommen Jüdinnen und Juden jedoch häufig nicht als reale Personen, sondern als Projektionsflächen vor: Eigene und gesellschaftliche Vorstellungen, Wünsche, Sehnsüchte und Ängste werden auf Jüdinnen und Juden übertragen.

Funktionen des Antisemitismus

Antisemitische Stereotype und konstruierte Bilder über Jüdinnen und Juden können vielfältige, entlastende, vermeintlich welterklärende oder identitätsstiftende Funktionen erfüllen.

Intervention: Umgang bei Vorfällen

Beim Umgang mit antisemitischen Vorfällen steht der Schutz der betroffenen Person immer an erster Stelle. Ebenso wichtig ist eine klare und eindeutige Haltung der Lehrkraft: Antisemitismus darf nicht relativiert oder ignoriert werden. Danach folgt die Adressierung der VerursacherInnen sowie die Solidarität mit jenen, die sich gegen die antisemitische Tat oder Äußerung stellen und Haltung zeigen. Erst dann werden notwendige Konsequenzen gezogen. Eine gute Nachsorge sowie Schlussfolgerungen sollen nachhaltig wirken.

Erklärung zum Polizeieinsatz an der Gedenkstätte und im Museum Peršman am 27.07.2025

Wir, die Vorbereitungsgruppe für das „Erinnerungsjahr 2025 / Leto spominjanja“ als Initiative des Kärntner Kulturgremiums in Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung des Landes Kärnten / Pobuda Koroškega kulturnega gremija v sodelovanju z oddelkom za kulturo deželne vlade, sind entsetzt über den Polizeieinsatz an der Gedenkstätte und im Museum Peršman in der Gemeinde Eisenkappel-Vellach/Železna Kapla-Bela am 27.07.2025.

Antisemitismus im Bildungsbereich – Prävention und Intervention

Antisemitismus ist eine Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, die in unserer Gesellschaft in hohem Ausmaß präsent ist und eine konkrete Alltagserfahrung und -bedrohung für Jüdinnen, Juden und andere von Antisemitismus Betroffene darstellt. Bildungsarbeit gegen Antisemitismus betrifft die Ebenen Prävention – insbesondere als werteorientierter Unterricht – sowie die Intervention bei Vorfällen. Antisemitismuskritische Bildungsarbeit spielt eine zentrale Rolle, um Vorurteile abzubauen, Empathie zu fördern und demokratische Werte zu stärken. Diese Themenseite bietet Lehrkräften einen Überblick darüber, welche Erscheinungsformen Antisemitismus annehmen kann und wie er sich erkennen und benennen lässt. Neben Hintergrundinformationen zum Thema finden Sie hier konkrete Hilfestellungen für Prävention und Intervention im Unterricht und der Schulgemeinschaft, Lehr- und Lernangebote sowie Fortbildungsangebote. Weiters gibt die Seite einen Einblick in nationale sowie internationale Standards der Bildungsarbeit gegen Antisemitismus sowie Strategien, um Antisemitismusprävention im Bildungswesen zu stärken.

Rückblick: Zeitzeuginnen- und Zeitzeugenseminar 2025 – 80 Jahre (Zeit)zeugenschaft

Am 9. und 10. März 2025 fand das jährliche Zeitzeuginnen- und Zeitzeugenseminar in Wien statt, die österreichweit größte Fortbildung für Lehrpersonen zu den Themen Zeitzeugenarbeit und Lernen aus und mit Lebensgeschichten. Anlässlich des 80-jährigen Jubiläums des Kriegsendes widmete sich das Seminar der Rückschau auf 80 Jahre (Zeit)zeugenschaft sowie anknüpfenden Zukunftsfragen, über die Sie im folgenden Seminarbericht lesen und in Audio-Beiträgen hören können. Zum Vormerken: Das nächste Zeitzeuginnen- und Zeitzeugenseminar findet am 8. und 9. März 2026 in Wien statt.

Bericht: Yad Vashem Graduate Network Seminar

Vom 28. bis 30. März 2025 fand im Haus der Wannsee Konferenz in Berlin das internationale Graduate Network Seminar von Yad Vashem statt. Dazu waren alle AbsolventInnen von Seminaren an der Internationalen Schule für Holocaust-Studien (ISHS) in Yad Vashem eingeladen, so auch die AbsolventInnen der Israel-Seminarreisen von ERINNERN:AT.

Buchprojekt zum Erinnerungsjahr an der NMS-Finkenstein

Im Rahmen eines Projektes im Fach Geschichte und Politische Bildung an der NMS Finkenstein haben die Schülerinnen der 8. Schulstufe Lotte Offtermatt und Anastasiia Korobkina ein bemerkenswertes Buch mit dem Titel „Mühlberg“ verfasst. Begleitet durch Lehrerin Felicitas Sapetschnig verfolgten sie das Ziel, auf die Gefahren von Extremismus und Wiederbetätigung aufmerksam zu machen und ein klares Zeichen für Aufklärung und Erinnerungskultur zu setzen.

New teaching aid: “Countering Holocaust denial and distortion through education. A guide for teachers”

In January 2025, UNESCO published a guide to help teachers recognise Holocaust denial and distortion in social media and address them in the classroom. The teaching aid was developed in cooperation with the Austrian Ministry of Education and OeAD’s ERINNERN:AT programme. Werner Dreier, a historian and former executive director of ERINNERN:AT, was one of the authors. In connection with the publication of the English-language version, we conducted the following interview on the background and aims of the guide. The interview was conducted by Victoria Kumar and Patrick Siegele.

Kriegsende und Befreiung in Kärnten/Koroška

Der Artikel gibt einen Überblick über die Ereignisse rund um das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung vom NS-Regime in Kärnten/Koroška. Zudem verweist er auf eine Ausstellung im kärnten.museum mit dem Titel "HINSCHAUEN! POGLEJMO. Kärnten und der Nationalsozialismus. Koroška in nacionalsocializem" (Laufzeit 8. Mai bis 26. Oktober 2025). Ausstellungseröffnung und Eröffnung "Erinnerungsjahr 2025 Leto spominjanja" am 8. Mai um 18 Uhr im kärnten.museum. Ein Beitrag von Nadja Danglmaier