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Unterrichtsimpulse zur Deportation ungarischer Jüdinnen und Juden nach Strasshof – Lernen mit dem Online-Archiv weiter_erzählen
Mit Videointerviews der Website www.weitererzaehlen.at lernen Jugendliche ab der 8. Schulstufe Zeitzeuginnen und Zeitzeugen kennen, die 1944 als ungarische Jüdinnen und Juden ins niederösterreichische Strasshof oder andere Orte der Zwangsarbeit und Internierung deportiert wurden.
Rundgang in Wien-Floridsdorf: „KZ und Zwangsarbeit“ - Materialset für Lehrkräfte
Dieser Rundgang zum Thema „KZ und Zwangsarbeit“ in Wien-Floridsdorf kann von Lehrkräften selbständig mit Klassen durchgeführt werden. Das Angebot richtet sich an Schulklassen ab der 8. Schulstufe sowie an Jugendgruppen.
Was ist Antisemitismus?
In Österreich leben etwa 15.000 Jüdinnen und Juden. Ihre Lebensrealitäten und Identitäten sind genauso vielfältig wie ihre Bezüge zu jüdischer Religion und Kultur. Im antisemitischen Denken kommen Jüdinnen und Juden jedoch häufig nicht als reale Personen, sondern als Projektionsflächen vor: Eigene und gesellschaftliche Vorstellungen, Wünsche, Sehnsüchte und Ängste werden auf Jüdinnen und Juden übertragen.
Funktionen des Antisemitismus
Antisemitische Stereotype und konstruierte Bilder über Jüdinnen und Juden können vielfältige, entlastende, vermeintlich welterklärende oder identitätsstiftende Funktionen erfüllen.
Erscheinungsformen des Antisemitismus
Antisemitismus tritt im Laufe seiner langen Geschichte, trotz fortbestehender Muster, in unterschiedlichen Erscheinungsformen auf.
Intervention: Umgang bei Vorfällen
Beim Umgang mit antisemitischen Vorfällen steht der Schutz der betroffenen Person immer an erster Stelle. Ebenso wichtig ist eine klare und eindeutige Haltung der Lehrkraft: Antisemitismus darf nicht relativiert oder ignoriert werden. Danach folgt die Adressierung der VerursacherInnen sowie die Solidarität mit jenen, die sich gegen die antisemitische Tat oder Äußerung stellen und Haltung zeigen. Erst dann werden notwendige Konsequenzen gezogen. Eine gute Nachsorge sowie Schlussfolgerungen sollen nachhaltig wirken.
Erklärung zum Polizeieinsatz an der Gedenkstätte und im Museum Peršman am 27.07.2025
Wir, die Vorbereitungsgruppe für das „Erinnerungsjahr 2025 / Leto spominjanja“ als Initiative des Kärntner Kulturgremiums in Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung des Landes Kärnten / Pobuda Koroškega kulturnega gremija v sodelovanju z oddelkom za kulturo deželne vlade, sind entsetzt über den Polizeieinsatz an der Gedenkstätte und im Museum Peršman in der Gemeinde Eisenkappel-Vellach/Železna Kapla-Bela am 27.07.2025.
Rezension: Christoph Kühberger und Philipp Mittnik (Hg.) Nationalsozialismus, Holocaust, Zweiter Weltkrieg.
Zeithistorische Grundlagen und Beispiele für die Unterrichtspraxis (Frankfurt/Main, 2025) Eine Rezension von Daniela Lackner, ERINNERN:AT Wien
„Endphase“ - Dokumentation über die NS-Verbrechen in Hofamt Priel
Der Film kann von Schulen bestellt werden, auch Schulvorführungen und Filmgespräche mit dem Regisseur sind möglich. Lernimpulse zum Einsatz des Films im Unterricht stehen bereit.
Neuerscheinung: "'Wir stehen im Werden einer neuen Zeit.' Dornbirns Bürgermeister als Diener zweier Diktaturen."
Der Vorarlberger Historiker Dr. Severin Holzknecht legt in den Dornbirner Schriften (Band 53) eine Studie über die Bürgmeister Dornbirns im Austrofaschismus und Nationalsozialismus vor.
Antisemitismus im Bildungsbereich – Prävention und Intervention
Antisemitismus ist eine Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, die in unserer Gesellschaft in hohem Ausmaß präsent ist und eine konkrete Alltagserfahrung und -bedrohung für Jüdinnen, Juden und andere von Antisemitismus Betroffene darstellt. Bildungsarbeit gegen Antisemitismus betrifft die Ebenen Prävention – insbesondere als werteorientierter Unterricht – sowie die Intervention bei Vorfällen. Antisemitismuskritische Bildungsarbeit spielt eine zentrale Rolle, um Vorurteile abzubauen, Empathie zu fördern und demokratische Werte zu stärken. Diese Themenseite bietet Lehrkräften einen Überblick darüber, welche Erscheinungsformen Antisemitismus annehmen kann und wie er sich erkennen und benennen lässt. Neben Hintergrundinformationen zum Thema finden Sie hier konkrete Hilfestellungen für Prävention und Intervention im Unterricht und der Schulgemeinschaft, Lehr- und Lernangebote sowie Fortbildungsangebote. Weiters gibt die Seite einen Einblick in nationale sowie internationale Standards der Bildungsarbeit gegen Antisemitismus sowie Strategien, um Antisemitismusprävention im Bildungswesen zu stärken.
Ausschreibung: Fellowship Research on Antisemitism at the Institute of Culture Studies
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Österreichs führende außeruniversitäre Forschungs- und Wissenschaftsinstitution, schreibt derzeit eine Stelle als "Researcher on Antisemitism (F/M/X)" im Rahmen des Stipendiums ÖAW-Fellowship aus.
Neuerscheinung: "'Lager zu Mauthausen'. Ein Konzentrationslager in der nationalsozialistischen Öffentlichkeit"
Im Buch geht Christian Angerer der Frage nach, wie das KZ Mauthausen im öffentlichen Leben der NS-Zeit wahrgenommen wurde. Untersucht werden Reaktionen im Umfeld des Lagers, Erwähnungen in den Zeitungen, Darstellungen von KZ-Steinbrüchen in der bildenden Kunst und das Verschweigen des Lagers in der NS-Literatur.
Rückblick: Zeitzeuginnen- und Zeitzeugenseminar 2025 – 80 Jahre (Zeit)zeugenschaft
Am 9. und 10. März 2025 fand das jährliche Zeitzeuginnen- und Zeitzeugenseminar in Wien statt, die österreichweit größte Fortbildung für Lehrpersonen zu den Themen Zeitzeugenarbeit und Lernen aus und mit Lebensgeschichten. Anlässlich des 80-jährigen Jubiläums des Kriegsendes widmete sich das Seminar der Rückschau auf 80 Jahre (Zeit)zeugenschaft sowie anknüpfenden Zukunftsfragen, über die Sie im folgenden Seminarbericht lesen und in Audio-Beiträgen hören können. Zum Vormerken: Das nächste Zeitzeuginnen- und Zeitzeugenseminar findet am 8. und 9. März 2026 in Wien statt.
Neue Lern-Website: Warum wurden Stefan Widla und Jan Kosnik ermordet?
Die Website thematisiert das Schicksal der Polen Stefan Widla und Jan Kosnik, die wegen eines vermuteten Verhältnisses zu zwei einheimischen Frauen am 2. September 1940 im „Polenlager“ der TIWAG in Kirchbichl gehängt wurden. Umfangreiches didaktisches Material ermöglich den Einsatz der Website im Unterricht.
100. Veranstaltung von „Geschichte in Geschichten“: Freiheit! Freiheit?
Am Montag, den 26. Mai 2025, fand die 100. Veranstaltung der Kooperationsreihe „Geschichte in Geschichten“ des ERINNERN:AT-Netzwerks Wien und des Jüdischen Museums Wien statt.
Ausbildungen für Guides an Orten ehemaliger Außenlager des KZ Mauthausen
Das Mauthausen Komitee Österreich führt im Herbst 2025 Ausbildungen für Guides zu Erinnerungsorten in Oberösterreich, Niederösterreich, Wien, Kärnten und in der Steiermark durch. Informationsabende zur Ausbildung finden am 10. Juni und 10. Juli 2025 statt.
Neuerscheinung: Horst Schreiber, ERINNERN:AT Tirol: Das Unternehmen Swarovski im Nationalsozialismus
Der Autor beleuchtet die politische Einstellung der Betriebsinhaber, die profitable Entwicklung des Unternehmens in der NS-Zeit und unmittelbar danach sowie die nachsichtige Entnazifizierung der Familie Swarovski.
Bericht: Yad Vashem Graduate Network Seminar
Vom 28. bis 30. März 2025 fand im Haus der Wannsee Konferenz in Berlin das internationale Graduate Network Seminar von Yad Vashem statt. Dazu waren alle AbsolventInnen von Seminaren an der Internationalen Schule für Holocaust-Studien (ISHS) in Yad Vashem eingeladen, so auch die AbsolventInnen der Israel-Seminarreisen von ERINNERN:AT.
Buchprojekt zum Erinnerungsjahr an der NMS-Finkenstein
Im Rahmen eines Projektes im Fach Geschichte und Politische Bildung an der NMS Finkenstein haben die Schülerinnen der 8. Schulstufe Lotte Offtermatt und Anastasiia Korobkina ein bemerkenswertes Buch mit dem Titel „Mühlberg“ verfasst. Begleitet durch Lehrerin Felicitas Sapetschnig verfolgten sie das Ziel, auf die Gefahren von Extremismus und Wiederbetätigung aufmerksam zu machen und ein klares Zeichen für Aufklärung und Erinnerungskultur zu setzen.
Anmeldung für Fortbildungsseminare an der PH OÖ 2025/26
ERINNERN:AT bietet in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule OÖ Fortbildungsseminare für Lehrkräfte zum Themenbereich Nationalsozialismus und Holocaust an. Die Anmeldung war im Mai 2025. Nachmeldungen sind über die Direktionen der Schulen per E-Mail an die PH OÖ möglich.
Bewerbung für den Hochschullehrgang "Pädagogik an Gedächtnisorten" mit Israel-Reise 2026
Bis zum 31. Mai 2025 ist die Bewerbung für den Hochschullehrgang „Pädagogik an Gedächtnisorten“ 2026 möglich. Der Lehrgang wird von ERINNERN:AT gemeinsam mit der PH Oberösterreich für Lehrkräfte und Vermittler*innen in der historisch-politischen Bildung angeboten. Teil des Lehrgangs ist eine zweiwöchige Seminarreise nach Israel Ende August 2026.
Call for Papers: 16. Österreichischer Zeitgeschichtetag - "Un/Sicherheiten"
Der 16. Zeitgeschichtetag vom 22. April bis 24. April 2026 in Linz widmet sich dem Spannungsverhältnis zwischen Sicherheit und Unsicherheit in den Forschungsgegenständen und Methoden wie auch im Verhältnis zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Paneleinreichungen sind bis zum 04. Juli 2025 möglich.
Studienreise für österreichische Geschichtslehrkräfte: „Vermächtnis der Erinnerung – Zeugnisse des Zweiten Weltkriegs im Kontext der Bildung“
Im Rahmen der Förderung des österreichisch-polnischen Austausches veranstaltet das Polnische Institut Wien vom 6. bis zum 11. Juli 2025 eine Studienreise für österreichische Lehrkräfte nach Polen. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung in Polen werden übernommen. Selbst zu zahlen ist die An- und Abreise.
Unterrichtsimpulse zu Kriegsende und Befreiung – Lernen mit dem Online-Archiv weiter_erzählen
Mit Video- und Audiointerviews der Website www.weitererzaehlen.at lernen Jugendliche ab der 8. Schulstufe unterschiedliche Perspektiven von Überlebenden zu Kriegsende und Befreiung kennen.
Neuerscheinung: ERINNERN STADT VERGESSEN. Gedenkorte zur NS-Zeit in Salzburg erkunden
Mit diesem im Frühling 2025 erschienenem Buch liefern die vier Salzburger HistorikerInnen Robert Obermair, Bernadette Edtmaier, Christoph Würflinger und Kay-Michael Dankl erstmals eine Übersicht über alle Erinnerungszeichen zur NS-Zeit in der Stadt Salzburg.
Ehemalige Synagoge bietet spezielle Führungen und Workshops für Schulen an
Kinder und Jugendliche aller Schulstufen können mit dem Vermittlungsprogrammder Ehemaligen Synagoge auf Spurensuche gehen. Vielfältige Formate wie spezielle Führungen und Workshops laden dem Alter entsprechend zur Auseinandersetzung mit dem Gebäude, der Geschichte seiner vernichteten Gemeinde und gegenwärtiger jüdischer Kultur ein.
New teaching aid: “Countering Holocaust denial and distortion through education. A guide for teachers”
In January 2025, UNESCO published a guide to help teachers recognise Holocaust denial and distortion in social media and address them in the classroom. The teaching aid was developed in cooperation with the Austrian Ministry of Education and OeAD’s ERINNERN:AT programme. Werner Dreier, a historian and former executive director of ERINNERN:AT, was one of the authors. In connection with the publication of the English-language version, we conducted the following interview on the background and aims of the guide. The interview was conducted by Victoria Kumar and Patrick Siegele.
Alpendistel #6: Verleugnet - Verschwiegen - Vergessen. Ungehörte NS-Opfer im kollektiven Gedächtnis
Kostenloses Magazin des Vereins für aktive Gedenk- und Erinnerungskultur
Kriegsende und Befreiung in Kärnten/Koroška
Der Artikel gibt einen Überblick über die Ereignisse rund um das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung vom NS-Regime in Kärnten/Koroška. Zudem verweist er auf eine Ausstellung im kärnten.museum mit dem Titel "HINSCHAUEN! POGLEJMO. Kärnten und der Nationalsozialismus. Koroška in nacionalsocializem" (Laufzeit 8. Mai bis 26. Oktober 2025). Ausstellungseröffnung und Eröffnung "Erinnerungsjahr 2025 Leto spominjanja" am 8. Mai um 18 Uhr im kärnten.museum. Ein Beitrag von Nadja Danglmaier
