Beginn des gemeinsamen Weges: _erinnern.at_ ist ab 2022 Teil der Bildungsagentur OeAD

Seit 1. Jänner 2022 ist der ehemalige Verein _erinnern.at_ in den OeAD – Österreichs Agentur für Bildung Internationalisierung integriert. Ab sofort gehen die beiden Akteure des österreichischen Bildungswesens gemeinsame Wege und bringen die österreichische Holocaust Education vereint voran.

Das gesamte letzte Jahr wurde die Integration sorgsam vorbereitet, nun ist es soweit: _erinnern.at_, das Holocaust-Education-Institut des Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung ist seit dem 1. Jänner 2022 Teil des OeAD – Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung. Unter dem Dach des OeAD ist _erinnern.at_ künftig das Programm zum Lehren und Lernen über Nationalsozialismus und Holocaust und fördert in gewohnter Weise den Transfer von historischem und methodisch-didaktischem Wissen sowie die Reflexion seiner Bedeutung für die Gegenwart.

Mit dem OeAD arbeitet _erinnern.at_ auch weiterhin im Auftrag des BMBWF und setzt sich sowohl österreichweit wie auch international für die Weiterentwicklung der Holocaust Education ein. Als Netzwerk-Organisation ist _erinnern.at_ dabei in allen österreichischen Bundesländern aktiv und in nationale sowie internationale Kooperationen eingebunden. Neben den bekannten Bildungsangeboten  und Schwerpunkten von _erinnern.at_ – Fortbildungen für Leherkräfte, der Förderung des Austausch mit ZeitzeugInnen sowie der Entwicklung von Lernmaterialen – ermöglicht die Neu-Verortung von _erinnern.at_ zahlreiche Anknüpfungspunkte zu weiteren Arbeitsfeldern und Programmen des OeADs; wie beispielsweise im Bereich des Digitalen Lernens oder der Kultur- und Wissenschafts-Vermittlung.

Martina Maschke und Manfred Wirtitsch, Obleute des Vereins _erinnern.at_sind vom Mehrwert der Integration überzeugt: „Es ist von enormer Wichtigkeit, dass wir Holocaust Education in der Bildung stark verankern, damit zukünftige Generationen nicht vergessen. Mit der Integration des Vereins in den OeAD sind seine Tätigkeiten nachhaltig abgesichert. Mehr noch: im Rahmen der größeren Organisation OeAD können Schnittstellen zu anderen Bildungsfeldern positiv genutzt werden“.

„Die OeAD-Programme vernetzen Menschen und Institutionen aus Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur. An dieser Schnittstelle treffen sich die Aufgaben und Expertise von OeAD mit jener von _erinnern.at_. Gemeinsam möchten wir die Arbeit für die nationale und internationale Erinnerungskultur weiter vorantreiben und für die nächsten Generationen sichern“, hebt OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice hervor.

Patrick Siegele, Geschäftsführer von _erinnern.at_ betont: „Die Umsetzung der nationalen Strategie gegen Antisemitismus wird in den kommenden Jahren eine besondere Herausforderung sein. Ich freue mich, dies zukünftig im sicheren und professionellen Umfeld des OeADs zu tun und bin mir sicher, dass dieser dazu beitragen wird, die Mission von _erinnern.at_ noch weiter zu verbreiten“.

Barbara Weitgruber, Forschungs-Sektionschefin im BMBWF, ergänzt: „Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung unterstützt die Eingliederung von _erinnern.at_ in die bundeseigene Bildungsagentur OeAD. Gleichzeitig ist es wichtig, dass durch den wissenschaftlichen Beirat von _erinnern.at_ eine unabhängige Perspektive stark eingebunden bleibt“, so Weitgruber.

Über _erinnern.at_

_erinnern.at_ wurde 2000 gegründet und ist seit 2009 ein Verein des BMBWF mit Geschäftssitz in Bregenz. 2019 erreichte _erinnern.at_ mehr als 1700 Lehrer/innen durch Fortbildungen und 7700 Jugendliche durch Zeitzeug/innen Gespräche. _erinnern.at_ ist in zahlreiche nationale und internationale Kooperationen eingebunden, u. a. mit der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem oder der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA). Die Netzwerke in den Bundesländern bleiben wie auch der Standort Bregenz bestehen.  Die Geschäftsführung des Vereins wechselt als Bereichsleitung in den OeAD. Der international besetzte wissenschaftliche Beirat von _erinnern.at_ wird den Übergangsprozess begleiten.

 

Über den  OeAD

Der OeAD ist Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung. Seit sechzig Jahren berät, fördert und vernetzt er mit seinen zukunftsorientierten Programmen Menschen und Institutionen aus Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur. Er bietet Bildungsangebote für Kindergarten, Schule, Hochschule und Wissenschaft, berufliche Bildung sowie Erwachsenenbildung an. Weiters verfügt der OeAD über ein breites Kontaktnetzwerk und arbeitet national an den Schnittstellen von Kulturvermittlung mit Schulen sowie Wissenschaft, Gesellschaft und Schule. Als nationale Agentur setzt er Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps in Österreich um.

 

Rückfragen:

Ursula Hilmar
presse@oead.at

Jennifer Barton
jennifer.barton@erinnern.at

 

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Zur Presseaussendung auf OTS.at
Patrick Siegele ist neuer Geschäftsführer von _erinnern.at_
Bericht der APA
20 Jahre _erinnern.at_

Erstellt am 2021-12-20T18:00:06+01:00, zuletzt geändert 2022-01-10T11:21:12+01:00