Julia Demmer wird Leiterin des ZeitzeugInnen-Programms bei _erinnern.at_

Ab Herbst 2021 übernimmt Julia Demmer die Position von Maria Ecker-Angerer im ZeitzeugInnen-Programm bei _erinnern.at_.

Julia Demmer arbeitet seit September 2021 im Kernteam von _erinnern.at_ und kümmert sich um die Agenden des ZeitzeugInnen-Programms. Sie ist insbesondere für die Organisation und Planung des jährlichen ZeitzeugInnen-Seminars, Unterrichtsbesuche von ZeitzeugInnen und die Betreuung des Begleitteams für ZeitzeugInnen zuständig. Darüber hinaus unterstützt sie die Entwicklung und Betreuung von didaktischen Lernmaterialien, LehrerInnen-Fortbildungen und laufende Projekte.

Sie folgt in dieser Position der Historikerin und Pädagogin Maria Ecker-Angerer, die das ZeitzeugInnen-Programm die letzten 20 Jahre leitete und wesentlich gestaltete. Maria Ecker-Angerer ist für eine gute Übergabe dieser besonderen Aufgabe noch bis zum Jahresende 2021 bei _erinnern.at_ beschäftigt und widmet sich dann neuen beruflichen Herausforderungen. Als Expertin für ZeitzeugInnenarbeit und Geschichtsdidaktik wird die geschätzte Kollegin für _erinnern.at_ noch beratend aktiv sein.

Julia Demmer ist Bildungswissenschaftlerin und war viele Jahre an der Universität Wien tätig. Neben der universitären Lehrtätigkeit im Bereich Biographie und Lernen arbeitete sie nach ihrer Assistenzstelle in Projekten mit, die sich insbesondere mit dem Prozess des Alterns, Lernen zwischen Generationen, Gemeinwesensarbeit und Gesundheit befassten und sich an Schnittstellen von Wissenschaft und Praxis bewegten. In einer laufenden qualitativ-empirischen Doktorarbeit widmet sich Julia Demmer zudem der pädagogischen Praxis der ZeitzeugInnenarbeit im schulischen und außerschulischen Bereich. Dabei stehen die Perspektiven von ZeitzeugInnen und Lehrkräften im Fokus – zwei Gruppen, mit denen Julia Demmer auch in ihrer neuen Tätigkeit für das ZeitzeugInnen-Programm von _erinnern.at_ arbeiten wird.

„Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit meinen neuen Kolleginnen und Kollegen in diesem so wichtigen Bereich pädagogischer Arbeit. Es ist mir insbesondere eine Freude, die langjährige Arbeit von Maria Ecker-Angerer im ZeitzeugInnen-Programm fortzusetzen, neue Impulse aus meinem fachlichen Hintergrund und Erfahrungsschatz einzubringen. Gemeinsam mit dem Team von _erinnern.at_ arbeiten wir an einem achtsamen, pädagogisch-professionellen und zukunftsweisenden Umgang in der persönlichen Zusammenarbeit und Begleitung von ZeitzeugInnen, als auch ihrem lebensgeschichtlichen Nachlass.“

Bereits seit 2014 war Julia Demmer in Aktivitäten von _erinnern.at_ eingebunden. 2019/20 holte sie Maria Ecker-Angerer in eine von _erinnern.at_ initiierte Arbeitsgruppe zur „Zukunft der ZeitzeugInnenschaft“. Da nicht mehr viele ZeitzeugInnen aus erster Hand über ihre Verfolgungserfahrungen an Schulen berichten können, befasst sich diese Arbeitsgruppe vor allem mit dem Wunsch von Nachkommen von Verfolgten, die Überlebensgeschichten ihrer Eltern oder Großeltern an junge Menschen weiterzugeben. Auch neue Settings werden diskutiert.

Ebenso in diesem Rahmen wird Julia Demmer an der Erprobung und Weiterentwicklung von Online-Formaten arbeiten, die trotz der derzeit nicht realisierbaren Schulbesuche ZeitzeugInnen-Gespräche ermöglichen können. Mit dem Online Format wurden bereits gute Erfahrungen einzelner ZeitzeugInnen und Lehrkräfte im Schuljahr 2020/21 gemacht. Mitunter beschwerliche Anreisen fallen weg und für technischen sowie persönlichen Support sorgt das Begleitteam: Seit einigen Jahren werden Lehramtsstudierende im Fach Geschichte in die persönliche Begleitung von schulischen ZeitzeugInnenbesuchen eingebunden, sofern dies von ZeitzeugInnen als unterstützend erlebt wird – künftig wird Julia Demmer das Begleitteam leiten und dessen Einsatz koordinieren.

Wir freuen uns, Julia Demmer im Team von _erinnern.at_ begrüßen zu dürfen!

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Erstellt am 2021-10-01T13:27:27+02:00, zuletzt geändert 2021-10-04T12:39:08+02:00