11. Zentrales Seminar: Der Völkermord an den Roma und Sinti/The Genocide of the Roma and Sinti

Neue Lehr- und Lernmaterialien/ New Teaching Materials 11. Zentrales Seminar/Internationale Konferenz, Eisenstadt (Burgenland), 8.-10. November 2012

English: The Genocide of the Roma and Sinti - New Teaching Materials

Program (English)

Programm (Deutsch)

Unterrichtsmaterial / Teaching Material:
www.romasintigenocide.eu

 

Der Völkermord an den Roma und Sinti, begangen aus rassistischen Gründen zwischen 1938 und 1945 vom nationalsozialistischen Deutschen Reich und seinen Verbündeten, ist sowohl im öffentlichen Bewusstsein als auch in der historischen Forschung weit weniger präsent als die Shoah, der Mord an den Juden. Die beiden Genozide weisen viele Gemeinsamkeiten auf, aber auch gravierende Unterschiede.  Die als „Zigeuner“ diffamierten Menschen wurden zu Opfern behördlicher Willkür und populistischer Agitation der NSDAP. Als Opfer rassistischer Verfolgung wurden sie in Lager gepfercht, als Zwangsarbeiter verschleppt, schließlich in Konzentrationslager verbracht und ermordet.

Im Burgenland, das erst 1921 von Ungarn zu Österreich kam, lebten 1938 in zahlreichen Siedlungen etwa 8000 der 11000 österreichischen Roma – zumeist in bedrückender Armut, ausgegrenzt und behördlich schikaniert. Die NS-Verfolgung überlebten nur wenige hundert, die nach 1945 unter großen Schwierigkeiten ihre Gemeinschaften wieder aufzubauen versuchten.

Im Auftrag des österreichischen Unterrichtsministeriums, des Memorial de la Shoah (Paris) sowie der Task Force on International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance and Research  erarbeitete ein internationales Expertenteam unter der Leitung von Gerhard Baumgartner (Wien) Lehr- und Lernmaterial zum Völkermord an den europäischen Roma, das bei dieser internationalen Konferenz / dem 11. Zentralen Seminar vorgestellt wird. Zwei einleitende Panels untersuchen Gemeinsamkeiten und Differenzen der Völkermorde an den Roma / Sinti und den Juden sowie die Frage, inwiefern die Roma und Sinti sowohl nach 1945 als auch nach 1989 als „vergessene Opfer“ bezeichnet werden können.
In mehreren Workshops werden sowohl die neuen Lehr- und Lernmaterialien zum Völkermord an den Roma / Sinti vorgestellt wie auch die von _erinnern.at_ produzierten Hefte zur schulischen Bearbeitung von Antisemitismus und Rassismus („Ein Mensch ist ein Mensch. Rassismus, Antisemitismus und sonst noch was…“).
Nach einer Einführung in die Verfolgung der burgenländischen Roma wird abschließend der Gedenkort ehemaliges „Zigeunerlager“ Lackenbach besucht.

 

Kurzbiographien der Referentinnen und Referenten: - download

 

SEMINARSPRACHEN

Deutsch / Englisch, Simultanübersetzung

SEMINARGEBÜHREN

Die Konferenzgebühren werden vom Veranstalter übernommen.

Die Mahlzeiten sind inkludiert

TAGUNGSORT: Hotel Burgenland / Eisenstadt

ERLASS des bm:ukk: - download

 

abgelegt unter:
11. Zentrales Seminar - die ca. 160 TeilnehmerInnen im Plenum am Eröffnungstag. Unter ihnen zahlreiche ExpertInnen und LehrerInnen aus vielen Teilen Europas.
11. Zentrales Seminar - die ca. 160 TeilnehmerInnen im Plenum am Eröffnungstag. Unter ihnen zahlreiche ExpertInnen und LehrerInnen aus vielen Teilen Europas.
Auf österreichischem Gebiet war das größte Arbeitslager das „Zigeuner-Anhalte- und Arbeitslager” in Lackenbach (Burgenland) - "Gypsy Camp Lackenbach".
Auf österreichischem Gebiet war das größte Arbeitslager das „Zigeuner-Anhalte- und Arbeitslager” in Lackenbach (Burgenland) - "Gypsy Camp Lackenbach".
Besprechung der neuen Lern- und Lehrmittel erfolgt in mehreren Arbeitsgruppen
Besprechung der neuen Lern- und Lehrmittel erfolgt in mehreren Arbeitsgruppen
Podiumsgespräch mit v. l. Gernot Haupt, Klagenfurt (Chair); Slawomir Kapralski, Warschau; Karen Polak, Amsterdam; Oliver von Mengersen, Heidelberg
Podiumsgespräch mit v. l. Gernot Haupt, Klagenfurt (Chair); Slawomir Kapralski, Warschau; Karen Polak, Amsterdam; Oliver von Mengersen, Heidelberg
v. l. Rudolf Sarközi, Wien; Agnes Daróczi, Budapest; Mirjam Karoly, OSZE BDIMR Warschau (Chair); Gerhard Baumgartner, Wien; Julia von dem Knesebeck, München
v. l. Rudolf Sarközi, Wien; Agnes Daróczi, Budapest; Mirjam Karoly, OSZE BDIMR Warschau (Chair); Gerhard Baumgartner, Wien; Julia von dem Knesebeck, München
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