Aktuelle Projekte

_erinnern.at_ führt laufend pädagogische Projekte durch und kooperiert dabei mit zahlreichen nationalen und internationalen KooperationspartnerInnen. Projekte befassen sich schwerpunktmäßig mit den Themenkomplexen Nationalsozialismus, Holocaust, Genozid, Antisemitismus und Rassismus sowie mit pädagogischen Fragestellungen. In diesen Projekten entwickelt _erinnern.at_ Lernmaterialien, Lernapps und Lernwebsites für Schulen. _erinnern.at_ beteiligt sich auch an aktuellen wissenschaftlichen Debatten und veröffentlicht wissenschaftliche Publikationen.

 

Eine Auswahl unserer laufenden Projekte:


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Digitale Erinnerungs­landschaft 

Die digitale Erinnerungslandkarte Österreichs (DERLA) ist ein Dokumentations- und Vermittlungsprojekt. Es dokumentiert die Erinnerungsorte und -zeichen an die Opfer und Orte des Terrors des Nationalsozialismus in Österreich und setzt sich die kritische Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Faschismus sowie der Erinnerung daran zum Ziel. Das interdisziplinäre Kooperationsprojekt zielt zudem auf die Erstellung neu zu entwickelnder Konzepte einer digitalen Erinnerungspädagogik ab.

_erinnern.at_ bietet zahlreiche digitale Angebote, die auch für das Distance Learning geeignet sind.

IWitness

In Kooperation mit dem Shoah Foundation Institute for Visual History and Education der University of Southern California bietet _erinnern.at_ die erste deutschsprachige Videosammlung auf IWitness an. Auf der kostenlosen Lernwebsite IWitness.usc.edu können SchülerInnen über 1.500 Video-Interviews mit ZeitzeugInnen ansehen. Zwei von _erinnern.at_ entwickelte Module beschäftigen sich mit dem „Anschluss“ und mit Antisemitismus.

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Prävention von Antisemitismus durch Bildung

Die antisemitismuskritische Bildungsarbeit ist ein Schwerpunkt der Arbeit von _erinnern.at_ im Jahr 2020. Projektierte Ergebnisse sind Empfehlungen, Lernmaterialien und Hilfestellungen für den Unterricht. In einem von der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) geförderten Netzwerk erkunden ExpertInnen aus Österreich, Bayern und der Schweiz in welchen Fächern, in welchen curricularen Zusammenhängen und in welchem Lernalter methodisch und didaktisch angemessen gegen Antisemitismus präventiv, aktiv und intervenierend unterrichtet und gebildet werden kann.

Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Lernmaterialien Auschwitz

Im Jahr 2009 beauftragte die Republik Österreich den Nationalfonds für Opfer des Nationalsozialismus eine neue österreichische Ausstellung in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau zu erstellen. Die vom KuratorInnen-Team um Hannes Sulzenbacher und Albert Lichtblau konzipierte Ausstellung wird 2021 auf dem Gelände der Gedenkstätte eröffnet. _erinnern.at_ erstellt im Auftrag des BMBWF Lernmaterialien für Schulen zur Vor- und Nachbereitung von Ausstellungsbesuchen. Gemeinsam mit GedenkstättenpädagogInnen und HistorikerInnen entstehen sieben Module für den Unterricht.

Das Österreichisch-Israelische Schulbuchkomitee in Tel Aviv.

Österreichisch-Israelischer Schulbuchdialog

Seit 2017 arbeitet das erste gemeinsame österreichisch-israelische Schulbuchkomitee. Das aus ExpertInnen beider Länder zusammengesetzte Komitee untersucht Schulbücher für Geschichte, Politische Bildung und Geographie und arbeitet an Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Schulbücher. Ein erster Zwischenbericht erschien 2019.

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Rethink

Das Projekt Erasmus + Projekt „RETHINK“ (Remembrance Education for THINKing critically) wurde vom Mémorial de la Shoah (Paris) und der Gedenkstätte Kazerne Dossin (Mechelen) ins Leben gerufen. Ziel ist es, best practice im Bereich Holocaust Education, Prävention von Antisemitismus und Rassismus und Förderung von Toleranz europaweit zu verbreiten. Dazu wurden in einem ersten Schritt best practice Materialien identifiziert und im Frühjahr 2019 an Schulen in ganz Europa ausgetestet.

In der Schule über den Genozid an den Roma und Sinti lernen: Die Website romasintigenocide.eu

Roma Sinti Genocide

Rund 500.000 Roma und Sinti wurden während des Holocaust ermordet – Opfer einer rassistischen Verfolgungspolitik deutscher Nationalsozialisten und ihrer faschistischen Verbündeten. Doch dieser Völkermord ist heute weitgehend unbekannt. Die Website www.romasintigenocide.eu bietet grundlegende Informationen für SchülerInnen und LehrerInnen über den Völkermord an den europäischen Sinti und Roma. Die Website ist derzeit in 11 Sprachen verfügbar und wird weiterentwickelt.

Auf der Videoplattform weiter_erzählen finden sich derzeit 80 Video-Interviews mit Verfolgten des Nationalsozialismus.



weiter_erzählen

weiter_erzählen sammelt und präsentiert Video- und Audiointerviews mit Verfolgten des Nationalsozialismus, die einen Bezug zu Österreich haben. Derzeit finden sich fast 200 lebensgeschichtliche Interviews online, wöchentlich werden neue Videos online gestellt. Die Sammlung ist für Schulen und die interessierte Öffentlichkeit frei zugänglich und wird laufend erweitert.

"Stories that Move"



Stories that move

Die mehrsprachige, interaktive, kostenlose Website bietet fünf Lernmodule, mit denen sich junge Menschen zu den Auswirkungen von Antisemitismus, Rassismus und anderen Diskriminierungsformen auseinandersetzen können. Basis der Lernmaterialien sind kurze Videos, in denen Jugendliche über ihren Erfahrungen mit Ausgrenzung und Diskriminierung berichten. Die Online-Toolbox wird in den nächsten drei Jahren weiterentwickelt, um noch mehr Lehrpersonen und Jugendliche zu erreichen.

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Projekt „Prävention von Antisemitismus“

Mit einem neuen von der EU (Rights, Equality and Citizenship Programme) finanzierten Projekt soll ein präventiver und für alle Beteiligten hilfreicher Umgang mit Antisemitismus bzw. antisemitischen Äußerungen und Angriffen in Schulen gestärkt werden. AdressatInnen sind AkteurInnen in der Bildungsverwaltung, Schulleitung und in LehrerInnenausbildungseinrichtungen sowie politische EntscheidungsträgerInnen. Das zwischen April 2021 und September 2022 laufende Projekt ist Bestandteil der Nationalen Strategie gegen Antisemitismus.