Stadtrundgang Innsbruck

Stadtrundgang in Innsbruck zu Denkmälern des Krieges, des Widerstandes und der Befreiung (Tirol)

Denkmäler und die Diskussion um deren Errichtung spiegeln den gesellschaftlichen Umgang mit der Vergangenheit wider.  Während eines Rundganges von den Denkmälern des Krieges, des Widerstandes und der Befreiung zu den „spurlosen Stätten“ der NS-Zeit wird im dialogischen Austausch mit den SchülerInnen bzw. den InteressentInnen dieser Umgang thematisiert und kritisch reflektiert. Historisches Quellenmaterial (Fotos, Biografisches, Literarisches, Berichte) ergänzen vor Ort die Geschichten von Plätzen, Häusern, Geschäften, Gedenktafeln, Straßenschildern und erzählen nicht zuletzt die Geschichte der betroffenen Menschen.

Route: Sillgasse (Gedenkstein zur Reichskristallnacht, neue Synagoge) – Landhausplatz (Freiheitsdenkmal) – Landhaus (Gedenktafel Franz Mair) – Maria Theresienstraße und Anichstraße (Arisierung von Wohnhäusern und Geschäften). Bei größerer Mobilität auch Universität (Ehrenmal-Kriegerdenkmal, Christoph-Probst-Platz und Antifa-Denkmal) und Reichenau (Gedenkstein „Arbeitserziehungslager Reichenau“)

Öffnungszeiten

Die Rundgänge finden v.a. im Frühjahr statt sowie im Herbst bis ca. Mitte November.
Sondertermine nach Absprache.

Tiroler Schulen melden sich über das Tiroler Kulturservice des Landesschulrates für Tirol an. Pro SchülerIn fällt ein Selbstkostenanteil von € 1,50 an, den überwiegenden Teil der Kosten übernimmt das Tiroler Kulturservice.
Bei Schulen aus anderen Bundesländern bzw. sonstigen interessierten Gruppen müssen eigene Vereinbarungen getroffen werden über Horst Schreiber als Kontaktperson.
Für Unterbringungsmöglichkeiten kann nicht gesorgt werden.

Ansprechpartner und Kontakt

Univ.Doz. Dr. Horst Schreiber
horst.schreiber@uibk.ac.at
Prof. Hubert Ausserlechner, Tiroler Kulturservicestelle,
Landesschulrat für Tirol, Innrain 1, 6020 Innsbruck
Tel. +43 (0)512 / 520 33 – Dw. 111 oder 215
Fax +43 (0)512 / 520 33 Dw. 342
tks@lsr-t.gv.at  

Anfahrt: Direkt Innsbruck-Stadt.

Zielgruppe

Erste Zielgruppe sind SchülerInnen der 8.-13. Schulstufe. Bei Nachfrage werden derartige zeitgeschichtliche Rundgänge gelegentlich auch mit anderen Interessierten durchgeführt.

Vor- und Nachbereitung durch die LehrerInnen werden als sehr vorteilhaft angesehen, stellen aber keine Voraussetzung dar. Hilfestellungen werden bei Anfrage über Horst Schreiber in seiner Funktion als Leiter des dezentralen Netzwerkes Tirol des bm:bwk-Projektes „Nationalsozialismus und Holocaust: Gedächtnis und Gegenwart“ geleistet.

Unterlagen

Gabriele Rath, Andrea Sommerauer, Martha Verdorfer (Hg.), Bozen – Innsbruck. Zeitgeschichtliche Rundgänge, Bozen 2000.

Auf den Spuren des Nationalsozialismus in Innsbruck – ein Projekt des Abendgymnasiums Innsbruck bietet einen kurzen visuellen und textlichen Einblick in einige Stationen des Rundganges
http://www.abendgym.tsn.at/ns_ibk/start.html

Orte des Judenpogroms in Innsbruck finden sich unter http://www.novemberpogrom1938.at

Ausführliche Informationen und Quellen zum Rundgang bzw. zu Erinnerungsorten des Nationalsozialismus in Innsbruck und Seefeld finden sich unter http://www.univie.ac.at/hypertextcreator/zeitgeschichte/site/browse.php

Trägerinstitution

Der Rundgang wurde von Martin Achrainer, Bernhard Natter, Gabriele Rath, Anneliese Rieser, Andrea Sommerauer und Horst Schreiber konzipiert und in Buchform publiziert: Gabriele Rath, Andrea Sommerauer, Martha Verdorfer (Hg.), Bozen – Innsbruck. Zeitgeschichtliche Rundgänge, Bozen 2000.

Der Rundgang wird über das Tiroler Kulturservice des Landesschulrates für Tirol den Tiroler Schulen angeboten. Für diese historischen Stadtführungen stehen derzeit vier Personen zur Verfügung.

Arbeitsschwerpunkte

Ein bedarfsorientierter Ausbau von Angeboten im Stadtrundgangsbereich wäre wünschenswert, um Tiroler Schulen und Schulen anderer Bundesländer im Zuge ihres Tirolaufenthaltes einen Halbtag bzw. einen ganzen Tag verschiedene Pakete anbieten zu können. Zudem ist die Konzeption einer Nachbereitung der Rundgänge im Gespräch.

Eine Fortsetzung der Arbeit ist jedoch von einer Projektfinanzierung abhängig, die sich vorerst noch nicht abzeichnet.

Betreuungsangebot

Siehe Trägerinstitution.

Denkmal Judenpogrom Innsbruck
Denkmal Judenpogrom Innsbruck
Kombinat Media Gestalteer GmbH