Ausstellung: "darüber sprechen". Nationalsozialismus und Holocaust: Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Mit Handreichung für Lehrende

Die Ausstellung beruht auf Erfahrungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Sie kann von Schulen angefordert werden. Für Lehrende gibt es dazu eine Handreichung.

14 Menschen sprechen in dieser Ausstellung darüber, was sie während der Nazi-Zeit erlebten. Wie Schulfreunde und Freundinnen mit ihnen umgingen, wie die Nachbarn zu Feinden wurden, der Staat zum Mörder. Wie sie überleben konnten und wie es ihren Familien erging. Zitate aus diesen Erinnerungen und historisches Bildmaterial führen zu kurzen Videosequenzen, die mit Smartphone, Tablet oder Computer über QR-Link oder den Internet-Link aufgerufen werden können. Die Erinnerungen werden auf der Rückseite jeder Tafel in jeweils verschiedene Zusammenhänge gestellt: Hier sprechen Fachleute, sie erläutern oder regen an, von einer bestimmten Perspektive aus nachzudenken.

Die Interview-Ausschnitte stammen aus zwei Projekten von _erinnern.at_: „Das Vermächtnis: Verfolgung, Vertreibung und Widerstand im Nationalsozialismus." - link und „Neue Heimat Israel". - link

Gestaltung: sägenvier, Designkommunikation, Dornbirn (Sigi Ramoser, Lena Seeberger) - link

 

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und wird über die Netzwerke von _erinnern.at_ in Wien und den Bundesländern in Schulen vermittelt.

Kontakt: office@erinnern.at 6900 Bregenz, Kirchstraße 9/2

Es gibt keine vorgegebene Aufbau-Ordnung, sondern die einzelnen Tafeln sind als Interventionen in den öffentlichen Raum Schule gedacht: Menschen aus der Vergangenheit sprechen zu den Schülerinnen und Schülern über ihre schreckliche Erfahrungen während der NS-Zeit und die Schülerinnen und Schüler werden aufgefordert, sich zur gegenwärtigen Relevanz der angesprochenen Themen zu positionieren und darüber zu sprechen.

Ausstellungstafeln als PDF: - download

Aufbauanleitung: - download

Konzept und Inhalt: Werner Bundschuh, Werner Dreier, Maria Ecker
Korrektorat: Anna Stiftinger
Videos: Wolfgang Reutz, Christoph Schwemberger
Gestaltung: Sägenvier Designkommunikation
 

Interviews:

AschnerIlse Aschner (1918 – 2012) kann ihre Eltern nicht retten
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Rückseite: Ute Bock "Jugendliche Flüchtlinge"

 

KleinAmnon Berthold Klein (*1928) hat plötzlich "die Pest"
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Rückseite: Martin Krist "Jüdische Schulkinder"

 

SchillerOskar Schiller (1918-2005) kann nicht vergessen
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Rückseite: Klaus Mihacek "Das kann man nicht vergessen"

 

RosenbachFranz Rosenbach (1927-2012) findet niemand mehr

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Rückseite: Gitta Martl, Nicole Sevik "Zurück aus dem KZ"

 

HübnerJehudith Hübner (*1921) trauert um ihre Schwester
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Rückseite: Brigitte Bailer(-Galanda) "Verfolgung der Kinder"

 
KovacsGeorge Kovacs (1926 – 2007) wird von Nachbarn ausgeraubt
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Rückseite: Gerhard Botz "Novemberpogrom"
 
HaberSophie Haber (1922 – 2012) wird gerettet
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Rückseite: Werner Bundschuh "Glück bei der Flucht"
 
HaberSophie Haber (1922 – 2012) wehrt sich
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Rückseite: Albert Lichtblau "Antisemitismus in der Schule"
 
LinserJosef Harry Linser (*1928) überlebt
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Rückseite: Renate S. Meissner "Wieder gut machen"
 
EckhausGideon Eckhaus (*1923) ist zornig
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Rückseite: Ari Rath "Mitschuld anerkennen"
 
JägerElisabeth Jäger (*1924) erinnert sich an ihren Bruder
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Rückseite: Heidemarie Uhl "Gedenkstätten in Österreich"
 
NealDorli Neale (*1923) fährt ins Unbekannte
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Rückseite: Horst Schreiber "Kindertransporte"
 
WeissDavid Weiss (*1927) ist fromm und patriotisch
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Rückseite: Eleonore Lappin-Eppel "Fromme Juden?"
 
NetzerBatya Netzer (1921 – 2010) denkt an die Zukunft
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Rückseite: David Netzer im Gespräch
 
SchönRichard Schoen (1914 – 2013) erzählt vom Verlust
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Rückseite: Maria Ecker "Video Interviews"
 

 

Handreichung zur Ausstellung (erstellt von Maria Ecker und Nadja Danglmaier): - download

Kurzfassung: - download

 

Lorena Lins auf die Frage, wie es zu der kreisförmigen Aufstellung der Tafeln gekommen ist (siehe Foto): "Ich denke es hat damit zu tun, dass wir alle ein Teil der Geschichte sind, auch vom 2. Weltkrieg, wir alle hinterlassen heute noch Spuren, weil dies eines der furchtbarsten Tragödien in der Menschlichen Geschichte war. Wir alle sind "EINS" und dadurch bilden wir einen Kreis, einen ewigen Kreis, dadurch auch die Form der Ausstellung. Es hat auch bestimmt damit zu tun, dass die diversen Erzählungen an den ausgestellten Tafeln alle etwas gemeinsam haben - die Zeit, in der dies geschehen ist.

Deshalb verbindet man die Tafeln und formt sie zu einem Kreis in der es keine Unterbrechung des Kreises gibt."

 

Fotos Ausstellungseröffnung 7. Mai 2014, Wien: - link

Besprechung der Ausstellung im Jahresbericht 2015 BULME – Bildung für Beruf und Leben: - download

abgelegt unter:
Frau Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek bei der Ausstellungseröffnung am 7. Mai 2014 an der HTL Wien 10. Links Sektionschef Huber, in der Bildmitte MRin Martina Maschke, Maria Ecker von _erinnern.at und rechts Schuldirektor Wenka
Frau Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek bei der Ausstellungseröffnung am 7. Mai 2014 an der HTL Wien 10. Links Sektionschef Huber, in der Bildmitte MRin Martina Maschke, Maria Ecker von _erinnern.at und rechts Schuldirektor Wenka
Ausstellung: arrangiert von SchülerInnen
Ausstellung: arrangiert von SchülerInnen
Diskussionsrunde mit Ari Rath, links  Irene Ecker, rechts SchülervertreterIn der HTL 10
Diskussionsrunde mit Ari Rath, links Irene Ecker, rechts SchülervertreterIn der HTL 10
Im Zentrum steht die Frage: Was hat das mit mir zu tun?
Im Zentrum steht die Frage: Was hat das mit mir zu tun?
Kreisförmige Anordnung der Tafeln - eine mögliche Aufstellungsvariante (Foto: Lorena Lins)
Kreisförmige Anordnung der Tafeln - eine mögliche Aufstellungsvariante (Foto: Lorena Lins)
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