Vergessene Opfer – NS-Euthanasie im Familiengedächtnis

Impulsreferat von Direktor Gerhart Hofer (Kathi-Lampert-Schule Götzis), anschließendes Gespräch mit Angehörigen (Moderation Thomas Matt).
08.11.2018  |  19:00  -  21:00   |  

Ort: vorarlberg museum, Kornmakrtplatz 1, 6900 Bregenz; freier Eintritt.

Die historische Betrachtung der Lebenssituation von Familien mit behinderten Angehörigen ist herausfordernd. Wie konnte es geschehen, dass kranke bzw. beeinträchtigte Menschen plötzlich als gesellschaftliche Bedrohung gesehen wurden? Sie verschwanden einfach, heimlich vergast oder "zu Tode gepflegt". Familienschicksale, tief eingeprägt und gleichzeitig vergessen. Scham, Angst und Misstrauen blieben nach der NS-Zeit. Aus dem Verdrängen der Geschichte bildete sich eine schützende Haltung. Sie separierte wieder Menschen, die nicht der Norm entsprachen, und verhinderte für weitere Jahrzehnte deren Teilhabe am Gesellschaftsleben.


Direktor Gerhart Hofer von der Kathi-Lampert-Schule für Sozialbetreuungsberufe in Götzis wird in einem Impulsreferat dieses wenig bekannte Dunkel beleuchten. Thomas Matt führt ein Gespräch mit Angehörigen von Euthanasieopfern. Dazu bereit erklärt haben sich Ilse Bechter aus Krumbach, Dkfm. Nikolaus Emerich aus Lauterach, Katharina Hotz aus Bregenz und Dr. Herbert Nägele aus Kennelbach.

Eine Kooperation der Gedenkgruppe Bregenz mit: vorarlberg museum, _erinnern.at_, Johann-August-Malin-Gesellschaft, Jüdisches Museum Hohenems, ÖGB Vorarlberg, Carl Lampert Forum, Renner Institut, Frauenmuseum Hittisau, Pensionistenverband Vorarlberg, Grüne Bildungswerkstatt, Ökumenisches Bildungswerk Bregenz, Bund sozialdemokratischer Akademiker, Pax Christi Vorarlberg, Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie.  

 

Kathi Lampert, Euthanasieopfer aus Rankweil (Foto: Kathi-Lampert-Schule Götzis)
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