Davon muss man erzählen …

Die 4B und 4C Klasse der NMS- Praxisschule hat sich im GSPB- Unterricht mit den Themen "Zweiter Weltkrieg" bzw. "Besatzungszeit" in Österreich beschäftigt.

Dabei erhielten sie den Auftrag,

Familienmitglieder, Freunde oder Verwandte zu deren

Alltag in dieser Zeit zu befragen. Es folgen kleine

Auszüge aus den höchst spannenden Berichten.

(Hannes Fuchsberger, Schulmagazin 59, Juli 2013, S.28)

KRIEGSENDE

Viele waren fürchterlich enttäuscht, als der Krieg verloren

und Hitler tot war. Man wollte das einfach nicht

glauben. Steffi 4C

Was für ein Gefühl hat man, wenn der Krieg vorbei

ist? Natürlich war ich froh und erleichtert, aber ich

hatte auch keine Ahnung, wie es weitergeht. Alex 4C

Meine Großmutter stammt aus Japan. Der damalige

Kaiser Tenno verkündete die Kapitulation Japans

und dass der Krieg zu Ende sei. Alle freuten sich, doch

richtig feiern konnten sie nicht, da es kaum etwas

zu essen gab. In dieser Zeit sah sie zum ersten Mal

schwarze Soldaten, die Kaugummi und Schokolade

mitbrachten. Da sie und ihr Bruder Angst vor ihnen

hatten, versteckten sie sich im Haus. Die einzigen Süßigkeiten,

die sie damals hatten, waren Süßkartoffeln.

Julia 4B

Die erste Klasse Volksschule endete im Februar 1945,

dann war der Unterricht zu gefährlich wegen der

Bombenangriffe. Am ersten Schultag der zweiten

Klasse stand an der Tafel geschrieben: „Hitler ist ein

Verbrecher.“ Michael 4C

Es folgten viele Hausbesetzungen, die von den Besatzungstruppen

durchgeführt wurden und so manch

gesuchtes NS-Parteimitglied verschwand oder wurde

in das Internierungslager Glasenbach bei Salzburg gebracht.

Max 4B

Weitere Berichte der SchülerInnen siehe:

http://www.praxis-nms.salzburg.at/images/schulmagazin/ausgabe_59.pdf

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