Buchpräsentation "Das Frauenzuchthaus Waldheim"

05.03.2018  |  18:00  -  20:00   |  

Im Zuge der Beschäftigung mit der NS-Zeit werden weibliche Opfer oft „übersehen“, besonders wenn es sich um sogenannte „Asoziale“ oder „Berufsverbrecherinnen“ handelt. Um die Forschung zu diesem Thema sichtbarer machen, organisiert die STV Doktorat KGW in Zusammenarbeit mit erinnern.at, FLITZ Salzburg und der ÖH Salzburg eine Buchpräsentation mit der Wiener Historikerin Gabriele Hackl.

Die Autorin wird dabei über das Frauenzuchthaus Waldheim in den Jahren der NS-Zeit referieren. 2016 jährte sich die Aufnahme der ersten männlichen und weiblichen Insassen in das „Zucht-, Armen- und Waisenhaus“ im sächsischen Waldheim zum 300. Mal. Von 1886 bis 1950 bestand außerhalb der heutigen Anstaltsmauern ein separates „Weiberzuchthaus“, die später so genannte Abteilung II. Seit dem Kaiserreich zählte sie zu den größten und bedeutendsten Frauenstrafanstalten Deutschlands.

Gab es einen spezifisch weiblichen Strafvollzug? Wie entwickelte sich der Strafvollzug an Frauen in der Waldheimer Anstalt während der nationalsozialistischen Diktatur? Diesen und weiteren Fragen geht Gabriele Hackl in ihrer überarbeiteten Masterarbeit nach.

In einem zweiten Teil stellt Gabriele Hackl anhand der Biografien ausgewählter Häftlinge individuelles Erleben und die normativen Bedingungen ihrer Gefangenschaft in den Kontext ihres Lebenswegs. Auch einzelne Haftbeamtinnen werden vor dem Hintergrund ihrer Handlungsräume porträtiert.

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