Buchpräsentation: 1938. Der Anschluss in den Bezirken Tirols

Ort: Tiroler Landesarchiv, Michael-Gaismair-Str., Innsbruck. Zwölf Beiträge analysieren den Aufstieg der NSDAP, NS-Terror und deutschnationale Traditionen einer Grenzstadt, Verfolgung und Rache, Gleichschaltung und Propaganda.
12.03.2018  |  18:00  -  19:00   |  

 

Es sprechen:

Landesarchivdirektor Dr. Christoph Haidacher
Landesrätin Dr. Beate Palfrader (Landesrätin für Bildung, Familie und Kultur) Buchpräsentation durch Univ.-Doz. Dr. Horst Schreiber und die mitwirken- den AutorInnen Mag. Michael Guggenberger, Niko Hofinger, Mag. Rainer Hofmann, Dr. Gisela Hormayr, Dr. Martin Kofler, Dr. Richard Lipp, Dr. Sabine Pitscheider, Dr. Claudia Rauchegger-Fischer, Mag. Astrid Schuchter, Dr. Roman Spiss

80 Jahre nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich liegt erstmals eine Studie vor, die den Anschluss 1938 in allen Bezirken Tirols und in der Landeshauptstadt beleuchtet. Zwölf Beiträge analysieren den Aufstieg der NSDAP, NS-Terror und deutschnationale Traditionen einer Grenzstadt, Verfolgung und Rache, Gleichschaltung und Propaganda.

 

Gewalt und Ausgrenzung, aber auch sozialpolitische und alltagskulturelle Angebote waren für die Mehrheit der Tiroler Bevölkerung attraktiv. Sie schmiedeten die NS-Volksgemeinschaft zusammen. Der vorliegende Band macht dies auch aus erfahrungsgeschichtlicher Perspektive sichtbar. Nutznießerinnen aus dem Kreis des Bundes deutscher Mädel kommen ebenso zu Wort wie ein betagtes jüdisches Ehepaar und eine jüdische Familie, deren umfangreicher Briefverkehr nun vorliegt.

Viele Ablichtungen und ein eigener Foto-Essay erschließen neue visuelle Blickwinkel.

 

Wenig beachtete öffentliche und private Vorfälle belegen, welch widersprüchliche, teils absurde Auswirkungen die politischen Ereignisse des März 1938 in den Tälern und auf den Bergen Tirols hatten.

Attachments
Kombinat Media Gestalteer GmbH