Eröffnung: Tor der Erinnerung

Antifaschistische Gedenkstätte im Parteihaus der SPÖ in Innsbruck, Salurnerstraße 2Am 10. Dezember 2018 eröffnete die SPÖ die neue Gedenkstätte in ihrem Parteihaus in Innsbruck. Der Werbedesigner Christoph Sereinig setzte das Projekt der SchülerInnen der HTL Bau und Design, Innsbruck, Trenkwalderstraße, Klasse 5b, Grafik mit dem Poster, den beiden Wandbeklebungen und der Edelstahltafel zum Projekt um. Der Touchscreen mit den Biografien der WiderstandskämpferInnen, die Horst Schreiber zusammenstellte, wird im Frühjahr 2019 montiert.
10.12.2018  |  19:00  -  20:00   |  

Der Werbedesigner Christoph Sereinig setzte das Projekt der SchülerInnen der HTL Bau und Design, Innsbruck, Trenkwalderstraße, Klasse 5b, Grafik mit dem Poster, den beiden Wandbeklebungen und der Edelstahltafel zum Projekt um. Der Touchscreen mit den Biografien der WiderstandskämpferInnen, die Horst Schreiber zusammenstellte, wird im Frühjahr 2019 montiert.

Nach Betreten des Parteihauses finden sich auf der linken Wand Augen als Symbole für die Mehrheit der Gesellschaft, die der verbrecherischen Politik des Nationalsozialismus tatenlos zusah. Eine Sprechblase versinnbildlicht, dass es dennoch Menschen gab, die sich den Mund nicht verbieten ließen. In ihr sind die Namen aller derzeit bekannten linken WiderstandskämpferInnen aus Tirol enthalten, die das NS-Regime ermordete. Über einen Touchscreen können die BesucherInnen die Biografien der Opfer aufrufen. Auf der rechten Wand zeichnen sich menschliche Silhouetten ab, die auf zweifache Weise interpretiert werden können. Zum einen stehen sie als namenlose Gestalten für die Opfer des Nationalsozialismus, von denen ein Teil auf der Wand gegenüber aus der Anonymität tritt und einen Namen bekommen hat. Zum anderen können die Silhouetten auch als Mitläuferinnen und Zuschauer aufgefasst werden, die Verantwortung tragen, weil sie durch ihren Beitrag oder ihre Inaktivität die NS-Verbrechen ermöglicht haben. Die Gedenkstätte „Tor der Erinnerung“ thematisiert den linken Widerstand in Tirol und von TirolerInnen, gleichzeitig übt sie Kritik am Verhalten der Mehrheitsgesellschaft.

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