Fortbildung: Extremismus und Fanatismus als pädagogische Herausforderung

Extremismus und Fanatisierungsprozessen von Jugendlichen, Neonazismus und Neo-Salafismus/Jihadismus stehen im Mittelpunkt. Möglichkeiten der Prävention werden aufgezeigt.
16.05.2018  |  09:00  -  16:00   |  

Extremismus und Fanatismus als pädagogische Herausforderung

 

Datum: Mittwoch, 16.5.2018, 09-16 30 Uhr

Referent: Andreas Peham, Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW)

Zielgruppe: LehrerInnen aller Schultypen und Fächer

 

Anmeldungsnummer: 7F7TPG5A2

 

Der Workshop setzt sich auseinander mit Extremismus und Fanatisierungsprozessen von Jugendlichen im Allgemeinen, Neonazismus und Neo-Salafismus/Jihadismus im Besonderen. Er analysiert die Faszination, die von diesen Extremismen ausgeht, um schließlich Möglichkeiten der Prävention aufzuzeigen.

Alle Formen des Extremismus versprechen Sicherheit und Stärke, zudem weisen sie dieselbe Struktur auf: Sie berauben die Welt ihrer Widersprüchlichkeit und Komplexität, stiften Sinn, wo kein Sinn ist (Verschwörungsmythos), teilen die Menschheit ein in „wir“ (die Guten, Gläubigen, Reinen) und „die“ (die Bösen, Ungläubigen, Unreinen), lassen keine Grautöne und Ambivalenzen zu, verabsolutieren die eigene Position und verteufeln die von anderen, die man schließlich auszumerzen trachtet.

Ängste treiben Jugendliche in autoritäre Milieus: die Angst vor Einsamkeit etwa oder die Angst, überflüssig zu sein und nichts zu zählen. Am Anfang der Fanatisierungsprozesse stehen Gefühle der Kränkung, Beschämung, Schwäche und Orientierungslosigkeit. Unmittelbar angestoßen werden sie vor allem durch biographische Brüche und die Krisen der Adoleszenz. Insbesondere jene Jugendlichen, die vorentmutigt wurden, also Gewalt und lieblose Erziehungsstile erfahren haben, sind nur schwer in der Lage, diese prekäre Phase im Übergang zum Erwachsenwerden zu meistern.

Link zur PH Tirol: http://ph-tirol.ac.at/de/content/veranstaltungssuche

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