"ORGANISIERTER MASSENMORD AN KINDERN UND JUGENDLICHEN IN DER NS-ZEIT"

Landesschulrat, Andechssaal Innrain 1 Prof. OStR Mag. Waltraud HÄUPL, deren Schwester selbst der NS-Euthanasie "Am Spiegelgrund" in Wien zum Opfer gefallen ist, referiert über ihre biografische Forschung
18.11.2009  |  14:00  -  16:00   |  

 

"ORGANISIERTER MASSENMORD AN KINDERN UND JUGENDLICHEN IN DER NS-ZEIT"

 

Frau Prof. OStR Mag. Waltraud HÄUPL wurde in Wien geboren. Als Kind erlebte sie den 2. Weltkrieg in voller Härte. Später studierte sie als Werkstudentin Geschichte, Kunstgeschichte, Malerei und Grafik und unterrichtete bis zu ihrer Pensionierung an allgemein bildenden höheren Schulen in Wien und in der Erwachsenenbildung.

 1997 erfuhr Frau OStR HÄUPL durch Zufall, dass ihre um drei Jahre jüngere Schwester Annemarie 1942 nicht eines natürlichen Todes gestorben, sondern „Am Spiegelgrund“ in Wien Opfer des NS-„Euthanasieprogrammes“ geworden war.

 Seither bemüht sich Frau OStR HÄUPL unentwegt die Kinder und Jugendlichen zu finden, die durch die Wahnsinns-Ideologie des 3. Reiches als „unwertes Leben“ ermordet wurden. In bereits zwei Gedenkdokumentationen konnte sie bereits hunderten jungen Opfern, die vergessen werden sollten, ihre Identität wiedergeben.

 „Die ermordeten Kinder vom Spiegelgrund“ (Boehlau Verlag 2006)

„Der organisierte Massenmord an Kindern und Jugendlichen in der Ostmark 1940-1945“

(Boehlau Verlag 2008).

Ein dritter Teil ist in Vorbereitung.

 Frau OStR Waltraud HÄUPL will mit ihrem Vortrag, der sie schon durch fast ganz Europa brachte, die Gesellschaft von heute, besonders unsere Jugendlichen, zum Nachdenken anregen, zu sensibilisieren, damit sich dieser grauenhafte Teil der Geschichte nie wieder wiederholt.

 

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