Von Menschenhandel und Menschenpreisen: Wert und Bewertung von Menschen im Spiegel der Zeit

1. WIRTSCHAFTSHISTORISCHES SYMPOSIUM 2007 an der Fakultät für Volkwirtschaft und Statistik der Universität Innsbruck am Dienstag, 22. Mai 2007, 09.00-18.00 Universitätsstrasse 15, Fakultätssitzungssaal (Sowi-Gebäude, 3. Stock, Ostseite)
22.05.2007  |  09:00  -  18:00   |  

1. WIRTSCHAFTSHISTORISCHES SYMPOSIUM 2007

an der Fakultät für Volkwirtschaft und Statistik
der Universität Innsbruck

Von Menschenhandel und Menschenpreisen: Wert und Bewertung von Menschen im Spiegel der Zeit

Menschen haben sich die Arbeitskraft anderer Menschen immer schon durch mehr oder weniger Zwang zu sichern verstanden. Heere von Sklaven oder Söldnern ziehen durch die Kontinente und Jahrhunderte. Beide Spezies sind freilich auch heute nicht ausgestorben und viele Millionen von Menschen verdingen sich als Schuldknechte, Sexsklavinnen oder Kindersoldaten. Das Phänomen des Menschenhandels hat also auch im 21. Jahrhundert Konjunktur, ebenso wie sich heute zunehmend ökonomische Fragen im Zusammenhang mit dem „Wert“ des menschlichen Lebens stellen.

Gerade die Preise und Werte von Menschen sind dabei erstaunlich wenig von der Forschung untersucht. Diesem Umstand soll das 1. Wirtschaftshistorische Symposium an der Universität Innsbruck etwas Abhilfe schaffen, indem Beispiele aus mehreren Jahrtausenden zusammengetragen werden. Es geht dabei ebenso um die Frage wer wen und aus welchen Gründen und zu welchen Preisen „versklavt“ hat, wie auch um die Frage angeblich aus ökonomischen oder ethischen Gründen „unwerten“ Lebens und um die Frage, auf welcher Basis man heute und in Zukunft die Kosten der modernen Hochleistungsmedizin oder Katastrophenprävention „rechtfertigen“ kann.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
 

Programm:

09.15 Uhr Eröffnung und Grußworte

09.30 Uhr Ingomar Weiler (Universität Graz): Über Sklavenhandel und Sklavenpreise in der Antike
Diskussionsleitung: Reinhold Bichler

10.30 Uhr Kaffeepause

11.00 Uhr Nicole Priesching und Daniel Steinke (Universität Münster): Von Menschenfängern und Menschenfischern. Sklaverei in der Frühen Neuzeit im Mittelmeerraum
Andreas Exenberger (Universität Innsbruck): Der lange Schatten der Globalisierung: Der Kostenfaktor Mensch im weltweiten Warenkreislauf

Diskussionsleitung: Helmut Alexander

12.45 Uhr Mittagspause

14.30 Uhr Horst Schreiber (Universität Innsbruck): Der Wert des Menschen im Nationalsozialismus
Diskussionsleitung: Josef Nussbaumer

15.30 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr Gerald Pruckner (Universität Linz): Ökonomie und der Wert des Lebens
Engelbert Theurl (Universität Innsbruck): QALY: Die neue Recheneinheit des Gesundheitswesens!?
Diskussionsleitung: Hannes Winner und Rupert Sausgruber

17.45 Uhr Schlussworte

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