"ein Mensch ist ein Mensch" Rassismus, Antisemitismus und sonst noch was...

Ein Lernheft für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Schulstufe

 Rassismus“ und „Antisemitismus“ haben mit Ausgrenzung zu tun. Menschen werden abqualifiziert und Feindbilder werden geschaffen. Es gibt zahlreiche Formen von Ausgrenzung und Abwertung, jeder Mensch macht im Leben Erfahrungen damit. Das Heft behandelt Themen und Fragen, die uns alle angehen Rassismus“ und „Antisemitismus“ haben mit Ausgrenzung zu tun. Menschen werden abqualifiziert und Feindbilder werden geschaffen. Es gibt zahlreiche Formen von Ausgrenzung und Abwertung, jeder Mensch macht im Leben Erfahrungen damit. Das Heft behandelt Themen und Fragen, die uns alle angehen .

Rassismus benachteiligt Menschen – in der Schule, im Beruf, im Alltag. Antisemitismus funktioniert auf ganz eigene Weise. Er wertet Jüdinnen und Juden nicht nur ab, sondern fantasiert sie gleichzeitig als übermächtige Bedrohung.

Obwohl im Holocaust die jüdische Bevölkerung vertrieben und ermordet wurde und heute in Österreich nur noch sehr wenige Jüdinnen und Juden leben, ist der Antisemitismus dennoch weiterhin ein Problem. Auch ist das Verhältnis von Österreich und Israel ein besonderes – warum das so ist und wann Kritik an Israel antisemitisch wird, kann anhand dieses Hefts besprochen werden.

Bei der Erarbeitung der 18 Themen war es _erinnern.at_ besonders wichtig, die Meinungen und Erfahrungen von Jugendlichen zu integrieren. Wir haben Jugendliche unterschiedlicher Herkunft und Religion aus Wien und aus den Bundesländern getroffen und haben mit ihnen über ihre Erfahrungen mit Antisemitismus, Rassismus und Homophobie sowie ganz allgemein über Ausgrenzung und Abwertung gesprochen.

Ihre Stellungnahmen und ihre Einsichten ziehen sich als roter Faden durch das Heft. Vielfältige Lern- und Reflexionsanregungen zielen darauf ab, Schülerinnen und Schüler miteinander darüber ins Gespräch zu bringen, was in den Klassenzimmern und in der Welt draußen so alles gesagt und gedacht wird.

„Ein Mensch ist ein Mensch“, sagt Bekhan, der aus Tschetschenien nach Österreich geflohen ist.

  Bestellungen: office@erinnern.at

Einzelheft 4,-

Ab 3 Hefte pro Heft 2,-

Klassensatz zu 25 Stück: 40.-

(Auf Wunsch bis zu 36 Ex. zum gleichen Preis!)

Die Hefte können auch über den Online-Shop vom Zentrum Polis bestellt werden:www.politik-lernen.at      www.politik-lernen.at 

 

 

Doron: Wenn ich in einen Park Basketball spielen gehe, dann habe ich schon öfters von den anderen, die Fußball spielen, gehört, wie sie zu jemand, der etwas nicht gut macht, sagen: „Du Scheißjude!“ Man verwendet das Wort „Jude“ einfach als Beleidigung. Entweder sie wissen es nicht und machen es aus Gruppenzwang oder sie machen es wirklich aus Hass. Aus Hass oder irgendeinem Grund.

 

Temitope Favour: Ich war einmal unterwegs und dann kommt ein Mann. Als wir so nebeneinander sind, sagt er: "Nigger". Ich schaue ihn an und dachte nur: “Wenn ich mit ihm rede, ist es für mich nur sinnlos.“ Ich dachte: “Er ist wahrscheinlich verwirrt und sagt deswegen Nigger.“ Wahrscheinlich hat er noch viele Wörter in sich und wartet nur darauf, dass ich reagiere. Dann kann er mit mir anfangen zu streiten. Doch ich kann einfach nicht schimpfen, das habe ich nie gelernt.

Sophie: Ja: „Boa, schau, die Lesbe!“ und so was. Da denk ich mir: „Lass mich in Ruhe!“ Oder zum Beispiel beim Umkleiden für's Turnen. Da bekam ich zu hören: „Nein, da geh' ich nicht hinein, da ist die Lesbe drinnen.“ Oder: „Mit ihr rede ich nicht, sonst steht sie noch auf mich!“ Und was passiert dann? Ich ignoriere das dann einfach meistens.

Bekhan: Die Österreicher wissen nicht viel über Tschetschenen. Jeder denkt, es sind Terroristen. Wir haben zwar eine andere Religion und Kultur, aber ein Mensch ist ein Mensch. Die Achtung vor allen ist ja wichtig. Das ist die größte Weisheit. Die Achtung vor allen, egal woher man kommt. Das wär schön. 

 

 

   

 


 

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Titelbild "...ein Mensch ist ein Mensch"
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