Lesung: Es kann nicht wahr sein, denn sonst müsste ich mich daran erinnern können

Theater in der Josefstadt, Josefstädter Straße 26, 1080 Wien
10.11.2019  |  19:30  -  21:00   |  

Lesung mit Waltraud BARTON, Michael DANGL, Matthias JAKISIC, Maria KÖSTLINGER, Johannes KRISCH, Marika LICHTER, Ulli MAIER, Ulrich REINTHALLER und Johannes SILBERSCHNEIDER

 

Am 10. November 2019 jährt sich das Novemberpogrom in Wien zum 81. Mal. Mit einer Lesung aus historischen Originaldokumenten der Strafverfahrensakten des Volksgerichts Wien erinnert das Theater in der Josefstadt an die zahlreichen Opfer und die Folgen dieser Geschehnisse.

 

In zahlreichen Gerichtsverfahren wurden nach Ende des Zweiten Weltkriegs die Geschehnisse dieser Nacht strafrechtlich untersucht, die Tatdelikte reichten von Enteignungen über Brandstiftung bis zu willentlicher Zerstörung. Jahre nach der Tat wurde unter oftmaliger Abwesenheit der Opfer versucht zumindest etwas Gerechtigkeit wiederherzustellen. Anhand einzelner Fallbeispiele wird die "Banalität des Bösen", aber auch die Schonungslosigkeit, die bereits zu dieser Zeit auch in der einfachen Bevölkerung verbreitet war, deutlich.

 

Basierend auf der Veröffentlichung Novemberpogrom 1938 in Wien von Shoshana DUIZEND-JENSEN mit einem Vorwort von Brigitte RIGELE, findet die Lesung in Kooperation mit dem Wiener Stadt- und Landesarchiv statt. Die Akten des Volksgerichts Wien sind im Wiener Stadt- und Landesarchiv archiviert.

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