Hinweise und Materialien zu weiteren Gedenkstätten und Erinnerungsorten im lokalen Umfeld Ihrer Schule

Neben der Gedenkstätte Mauthausen gibt es in vielen Regionen Österreichs weitere Gedenkstätten und Erinnerungsorte, die mit Schulklassen thematisiert und besucht werden können. An einigen Gedenkstätten ehemaliger Außenlager des KZ Mauthausen stehen auch dafür pädagogische Angebote für Schulklassen zur Verfügung. Im Folgenden finden Lehrkräfte Hinweise und Materialien, die sie bei der Herstellung lokaler Geschichtsbezüge unterstützen.

Neben der Auseinandersetzung mit jenen Orten, welche ob ihrer Bedeutung und Ausmaße besonders stark im öffentlichen Bewusstsein sind, ist es ebenso pädagogisch wertvoll, die Lernenden in Kontakt mit der Geschichte ihres lokalen Umfelds zu bringen – gerade auch dann, wenn eine Fahrt an die Gedenkstätte Mauthausen bisher nicht durchgeführt werden konnte. Zahlreiche Erinnerungsorte und -zeichen gedenken in ganz Österreich den Opfern des Nationalsozialismus und stellen Bezüge zur lokalen Geschichte her. Sie machen bewusst, dass sich die Ideologie und Verbrechen des NS-Regimes keineswegs nur auf die großen und öffentlich präsenten Erinnerungsorte beschränkten.

Die hier vorgestellten Angebote schaffen einen Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten, Schulklassen neben dem Besuch der Gedenkstätte Mauthausen auch in Kontakt mit weiteren Gedenkstätten und Erinnerungsorten zu bringen. An vielen dieser Orte, wie beispielsweise den ehemaligen KZ-Außenlagern, stehen pädagogische Angebote und didaktische Anregungen für den Unterricht zur Verfügung, die sich über die folgenden interaktiven Landkarten abrufen lassen.

Darüber hinaus informiert das Netzwerk von _erinnern.at_ stetig über aktuelle pädagogische Angebote, Literatur und Veranstaltungen zur lokalen Erinnerungskultur in allen Bundesländern: Link

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DERLA – Digitale Erinnerungslandschaft

Die digitale Erinnerungslandschaft Österreichs (DERLA) ist ein Dokumentations- und Vermittlungsprojekt. Es dokumentiert österreichische Erinnerungsorte und -zeichen für die Opfer sowie die Orte des Terrors des Nationalsozialismus. Die kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Erinnerung an ihn und seine Opfer ist das Hauptziel des Projektes.

Darüber hinaus enthält die Karte auch didaktische Hinweise zu einzelnen Erinnerungsorten. Sie liegt bisher für Steiermark und Vorarlberg vor. Weitere Bundesländer (Tirol, Kärnten, Burgenland) werden folgen.

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Geschichtsvermittlung durch Kulturelle Bildung: Workshops zu DERLA (Digitale Erinnerungslandschaft) Steiermark

Der OeAD unterstützt mit seiner Initiative "Kultur:Bildung" partizipative Projekte mit Künstlerinnen. In Zusammenarbeit mit der Online-Plattform DERLA  werden Workshops für SchülerInnen ab der 6. Schulstufe zu Vermittlung und Geschichte in der Steiermark angeboten.

Konkrete Erinnerungsorte, Personen oder Personengruppen als Verfolgte und Opfer des Nationalsozialismus und erinnerungskulturelle Fragestellungen sind Ausgangspunkte für eine künstlerisch-kreative Bearbeitung.


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Außenlager des KZ Mauthausen

Ab 1941/42 verteilte die SS KZ-Häftlinge in immer größerer Zahl als Arbeitskräfte auf Außenlager in weiten Teilen Österreichs. Ab Ende 1943 mussten tausende Häftlinge unterirdische, vor Luftangriffen sichere Produktionsstätten errichten. Bis zur Befreiung des KZ Mauthausen/Gusen wurden mehr als 40 Außenlager errichtet. Anfang März 1945 befanden sich an die 64.000 von insgesamt 83.000 KZ-Häftlingen in einem der Außenlager.

Über die digitale Karte „Außenlager des KZ Mauthausen“ (ab 2023 Teil der DERLA-Landkarte) können erste kompakte Informationen zu den Lagern abgerufen werden.

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23 interaktive Touren durch KZ-Außenlager

Mit der neuen App ist es ab sofort möglich, zu jedem einzelnen der 49 Orte, an dem ein KZ-Außenlager des Lagerkomplex Mauthausen bestand, Informationen zur Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers (wie Entstehung, Topographie, Zwangsarbeit, TäterInnen, Opfer und Schließung bzw. Befreiung) abzurufen: Link


Arbeitsmaterialien: KZ und Zwangsarbeit in Wien

Auf dem heutigen Stadtgebiet von Wien befanden sich drei Nebenlager des KZ-Mauthausen sowie ein KZ-Unterkommando. Zusätzlich war Wien übersät mit Zwangsarbeitslagern. KZ-Häftlinge und ZwangsarbeiterInnen wurden in so gut wie allen Betrieben Wiens zur Arbeit eingesetzt. Hinzu kamen ab Sommer 1944 über 50 Zwangsarbeitslager für ungarische Jüdinnen und Juden: Link