Projekt DERLA: Digitale Erinnerungslandschaft. Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus | Dokumentieren und Vermitteln

Ein Projekt des Centrums für Jüdische Studien der Karl-Franzens-Universität Graz, des Zentrums für Informationsmodellierung der Karl-Franzens-Universität Graz und von _erinnern.at_

Die digitale Erinnerungslandkarte Österreichs (DERLA) ist ein Dokumentations- und Vermittlungsprojekt. Es dokumentiert die Erinnerungsorte und -zeichen an die Opfer und Orte des Terrors des Nationalsozialismus in Österreich und setzt sich die kritische Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Faschismus sowie der Erinnerung daran zum Ziel. Das interdisziplinäre Kooperationsprojekt zielt zudem auf die Erstellung neu zu entwickelnder Konzepte einer digitalen Erinnerungspädagogik ab.

 

„Gedächtnisorte“, Denk- und Mahnmäler, Gedenktafeln, Gedenkstätten sowie Straßen- und Ortsbezeichnungen nach WiderstandskämpferInnen und Opfern des NS-Regimes sind die Materialisationen des Geschichtsbewusstseins im Alltag. Der Blick auf die Erinnerungslandschaft in der Gegenwart gibt daher zum einen Einblick in das kollektive Gedächtnis der österreichischen Gesellschaft und zum anderen legt die Beschäftigung mit ihrer Entstehungsgeschichte die Konjunkturen dieser Beschäftigung offen. Die ständig neu zu stellenden Fragen, was, wann, wo und von wem wie erinnert wurde und wird, sind für das Projekt handlungsleitend und geben uns Einblicke in die Transformationen der Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Erbe und sie sind Ausdruck unseres politischen und gesellschaftlichen Selbstverständnisses in der Gegenwart.

 

Auf diesen Grundannahmen aufbauend stellt DERLA durch die Zusammenarbeit von HistorikerInnen, FachdidaktikerInnen und ExpertInnen der Digital Humanities Gedächtnisorte (Erinnerungszeichen wie Denkmäler, Straßennamen, „Stolpersteine“ oder Gedenktafeln) an die NS-Opfer und die Orte des NS-Terrors auf der Homepage www.erinnerungslandschaft.at (derzeit noch offline) vor und bietet eigens entwickelte Vermittlungsangebote an. Die AdressantInnen sind Jugendliche sowie eine historisch-politische Öffentlichkeit.

 

In einer ersten Projektphase werden die Erinnerungszeichen der Steiermark und Vorarlbergs erfasst. Im nächsten Schritt folgen die Bundesländer Tirol, Kärnten und Burgenland.

 

Kontakt und Information: gerald.lamprecht@uni-graz.at, victoria.kumar@erinnern.at