Forschungsarbeit zu Antiziganismus in Vorarlberger Zeitungen

Neue Forschung zu antiziganistischen Mustern im Diskurs um Notreisende aus Rumänien in Vorarlberg.

In den Jahren 2015–2017 rückten Roma verstärkt in die Aufmerksamkeit Vorarlberger Medien. Eine Gruppe rumänischer Notreisender kam 2015 erstmals nach Vorarlberg und wurde dort durch Betteln und Wohnungslosigkeit sichtbar für die Öffentlichkeit. Das bis dato in Vorarlberg seltene Phänomen von Notreisenden wurde in den Tageszeitungen breit diskutiert. In den meisten Fällen spielte dabei die Zugehörigkeit der Personen zur Minderheit der Roma eine entscheidende Rolle.
Tobias Mayr hat in seiner Bachelorarbeit „Antiziganismus in Vorarlberg – Antiziganistische Sinnstrukturen im Diskurs um Notreisende aus Rumänien in Vorarlberg“ analysiert, wie in den Jahren 2015–2017 über Notreisende in den Vorarlberger Zeitungen berichtet wurde. Dafür untersuchte er über 150 Beiträge aus Printmedien, überwiegend aus den Vorarlberger Nachrichten und der Neuen Vorarlberger Tageszeitung.
Fazit: „Noch immer gehört es zum diskursiven Alltag antiziganistische Bilder und Stereotype zu reproduzieren. Im Vergleich zu ähnlichen Diskursen über Notreisende zeigte sich, dass Roma in Vorarlberg am häufigsten im Kontext von (organisierter) Bettelei und unhygienischer Wohnsituation vorkommen.“

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Mayr erarbeitete eine Inhaltsanalyse zahlreicher Berichte in Vorarlberger Tageszeitungen.
Mayr erarbeitete eine Inhaltsanalyse zahlreicher Berichte in Vorarlberger Tageszeitungen.
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