Die Wannsee-Konferenz und der Völkermord an den europäischen Juden

Wanderausstellung des Hauses der Wannsee-Konferenz in Berlin wurde in Kooperation mit der Volkshochschule Hietzing 2001 erstellt.

In dieser Villa am Wannsee in Berlin, dem Gästehaus des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD, kamen am 20. Januar 1942 hochrangige Vertreter des SS- und Polizeiapparates, der Ministerialbürokratie und der NSDAP zu einer Besprechung über die „Endlösung der Judenfrage“ zusammen. Unter der Leitung von Reinhard Heydrich besprachen die Konferenzteilnehmer Zuständigkeit und Zusammenarbeit bei der Deportation aller europäischen Juden. Das überlieferte Ergebnisprotokoll der „Staatssekretärsbesprechung“ belegt, dass bereits vor der Konferenz auf höchster Ebene, also durch den „Führer und Reichskanzler“ Adolf Hitler die Entscheidung über die umfassende Deportation aller europäischen Juden im deutschen Machtbereich getroffen worden war. Dabei sollten die Deportationen „nach dem Osten“, die Ghettoisierung und Zwangsarbeit – laut Heydrichs Erklärungen bei der Konferenz – vorbereitende Maßnahmen für „die kommende Endlösung der Judenfrage“ darstellen. Kein Jude sollte das Ende des Krieges überleben.

Nach dem Beginn der Massenmorde an den Juden in den eroberten Gebieten der Sowjetunion im Juni 1941 zeigt das Protokoll der Wannsee-Konferenz den Übergang zur systematischen Planung eines umfassenden Völkermordes. Die Information und Einbeziehung der Staatssekretäre, die Aufforderung zur Kooperation ihrer Behörden bei diesem Verbrechen bedeutete zugleich die Beteiligung des gesamten deutschen Staatsapparates an der Ermordung der europäischen Juden.


Die Wanderausstellung besteht aus 20 Tafeln

Tafeln sind gelocht, Format


Zwei Materialienmappen


Gegen einen Unkostenbeitrag von € 50,- kann die Ausstellung angefordert  werden.


r.streibel@vhs-hietzing.at


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