Befreiungsfeier und Denkmalserweiterung in Greifenburg

Beim Denkmal für die NS-Opfer aus dem oberen Drautal am Bahnhof Greifenburg findet am 27. September um 17:15 Uhr die jährliche Befreiungsfeier statt. Das Denkmal wird um einen Opfernamen erweitert: Johann Tiefnig, geboren 1907 in Dellach, ermordet 1941 im KZ Flossenbürg.
What Gedenkveranstaltung
Wann

27.09.2025 von 17:15 bis 19:00 (Europe/Vienna / UTC200)

Bundesland

Kärnten

Wo

Bahnhof Greifenburg, Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus

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PROGRAMM

Rede: Georg Lexer

Zur Denkmalserweiterung: Peter Pirker

Akkordeon: Jona Hofer

Aus dem Gedächtnis in die Erinnerung 

Der Volksschullehrer Lorenz Lexer wurde bei der Machtübernahme
der NSDAP im März 1938 in Dellach am Dorfplatz vor aller Augen
gedemütigt – er wurde zum Hassobjekt, weil er ein Gegner des
Nationalsozialismus war. Gendarmen schützten ihn nicht, sie machten
mit. Daran erinnert uns das Foto, das von einem seiner Schüler
aufbewahrt wurde.


An Johann Tiefnig (1907–1941) aus Dellach kann sich niemand
erinnern. Als uneheliches Kind einer Magd wurde er Knecht. Er hatte
keinen festen Wohnsitz. Die Kriminalpolizei Linz nahm ihn am 29.
September 1941 im Alter von 34 Jahren in »Vorbeugungshaft«, ohne
dass er etwas verbrochen hatte. Zwei Monate später löschte die SS im KZ
Flossenbürg sein Leben aus.


Georg Lexer erinnert an seinen Großvater Georg, seine Großmutter
Ottilie und seinen Vater, ebenfalls Georg. Der Großvater war
Kommandant der Gendarmerie in Greifenburg und ein Gegner der
Nazis. Er wurde im KZ Buchenwald ermordet. Die Großmutter starb
an den Folgen der Haft. Der Vater schloss sich als Jugendlicher dem
antifaschistischen Widerstand an. Er überlebte und Georg Lexer erzählt
uns davon.


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