Gedenken an das Massaker von Stein am 06.04. 1945
Die Gedenkveranstaltung steht im Zeichen des Erinnerns, des Innehaltens und der historischen Verantwortung. Im April 1945 wurden in und rund um die Strafanstalt Stein (damals Zuchthaus Stein) hunderte Häftlinge von SS-Einheiten und lokalen NS-Anhängern ermordet – ein Verbrechen, das zu den schwerwiegendsten der nationalsozialistischen Terrorherrschaft in Niederösterreich zählt und als eines der größten so genannten "Endphaseverbrechen" gilt. Etwa 120 Gäste, darunter zahlreiche Botschaftsangehörige jener Länder, aus denen ermordete Gefangene aus Stein stammten, nahmen an der Feier, die seit 2014 offiziell von der Stadt Krems ausgerichtet wird, teil. In seiner Rede nahm der Historiker Karl Reder vor allem auch auf jene Opfer des nationalsozialistischen Justizsystems Bezug, die schon vor 1945 Opfer desselben wurden und die heute kaum erinnert wird. In weiteren offiziellen Redebeiträgen von Vertreter*innen der Stadt Krems und von Opferverbänden wurde auch der Wert der Demokratie anlässlich aktueller politischer Entwicklungen und vor dem Hintergrund historischer Ereignisse betont. (Foto: (c) Franz Karl)
Literatur: Karl Reder, Tod an der Schwelle zur Freiheit (2024)
