Kinder des Krieges – Aufwachsen zwischen 1938 und 1955
Die Sonderausstellung vom Haus der Geschichte in Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung befasst sich mit der Kindheit und Jugend vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Zeitraum umfasst die letzten Monate der Schuschnigg-Diktatur, den „Anschluss“ 1938, den Kriegsbeginn 1939, das Kriegsende 1945 und die bis 1955 dauernde Besatzungszeit. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen unterschiedlicher Herkunft sowie deren Erinnerungsgegenstände: Sie bringen die Lebenswelten von damals auf persönliche und nachvollziehbare Weise näher.
Sie haben Bombenkrieg, Flucht, Verfolgung und den Verlust von Familienmitgliedern miterlebt. Unter dem NS-Regime sind sie mit der Utopie der „Volksgemeinschaft“ aufgewachsen – als Teil davon oder von ihr ausgegrenzt. Ihre Väter waren oft abwesend: Als Soldaten an der Front und in Gefangenschaft. Sie wurden in der Schule, bei der Hitlerjugend und beim Bund Deutscher Mädel indoktriniert und waren ein willkommenes Motiv für die Propaganda des „Dritten Reichs“. Sie erlebten als Jüdinnen und Juden die menschenunwürdigen Strapazen von Konzentrationslagern und Zwangsarbeit. Viele von ihnen wurden ermordet. Die Kinder der Kriegsgeneration mussten früh erwachsen werden und Verantwortung übernehmen. Ihre Spielräume waren begrenzt – und doch nutzten sie diese auf ihre Weise. Die Sonderausstellung richtet sich besonders an Kinder und Jugendliche ab 13 Jahren: Auch wenn die Ereignisse und Verbrechen des Zweiten Weltkriegs bereits drei Generationen zurückliegen, wirken sie doch bis in die Gegenwart nach.
Das Haus der Geschichte Niederösterreich bietet zusätzlich ein Vermittlungsprogramm für Schulen!
PROGRAMM, ab der 3. Schulstufe / 90 oder 180 Minuten
Die Ausstellung im Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich befasst sich mit der Kindheit und Jugend vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen unterschiedlicher Herkunft sowie deren Erinnerungsgegenstände: Sie bringen die Lebenswelten von damals auf persönliche und nachvollziehbare Weise näher. Bei einer interaktiven Führung und einem vertiefendem Workshopteil nähern sich die Kinder und Jugendlichen den Themen und Biografien der Ausstellung an. Auch wenn die Ereignisse und Verbrechen des Zweiten Weltkriegs bereits drei Generationen zurückliegen, wirken sie doch bis in die Gegenwart nach. Für Schulklassen ab der 3. Schulstufe bieten wir eine altersgerechte Führung (90 Minuten), ab der 5. Schulstufe außerdem eine altersgerechte Führung und einen vertiefenden Workshop (180 Minuten) an.
Kosten pro Schüler:in im Klassenverband (Eintritt inkl. Führungsbeitrag): EUR 5,50 – Führung (90 Minuten) / EUR 7,50 – Führung + Workshop (180 Minuten)
Informationen: Anna Kieninger, Anna.Kieninger@museumnoe.at
Die Ausstellung ist bis 17.01.2027 zu sehen!
