25 Jahre OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus

Rund 300 Menschen feierten im Bildungshaus Schloss Puchberg das 25-jährige Bestehen des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Unter den Ehrengästen waren Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner, Willi Mernyi vom Mauthausen Komitee Österreich und Gabriele Hofer-Stelzhammer von der Katholischen Aktion Oberösterreich.

Das Netzwerk wurde 2001 von 26 Organisationen gegründet und umfasst mittlerweile 101 Mitgliedsorganisationen. Es setzt sich für Demokratie und Menschenrechte sowie gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus ein. Durch Öffentlichkeitsarbeit, politische Initiativen und die Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnerorganisationen trägt es dazu bei, rechtsextreme Strukturen und nationalsozialistische Belastungen aufzuarbeiten.

Zu den jüngsten Erfolgen zählen die Umbenennung NS-belasteter Straßennamen in Braunau, die Verhinderung der Verlegung eines KZ-Mahnmals in Laakirchen und die Mitwirkung an der Entwicklung des Nationalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus.

Netzwerk-Sprecher und Mitbegründer Robert Eiter betonte die Bedeutung des Bündnisses und sprach sich für ähnliche Zusammenschlüsse in ganz Österreich aus. Musikalisch umrahmt wurde das Jubiläum von Günter „Güga“ Spitzer und Johannes Steiner. Bei den antifaschistischen Liedern „Moorsoldaten“ und „Bella Ciao“ sang der gesamte Saal mit. Auch die digitale Erinnerungslandschaft DERLA, online unter https://gams.uni-graz.at/context:derla, wurde von Maria Keplinger und Florian Schwanninger präsentiert.

Ein Stand von ERINNERN:AT vor Beginn des Netzwerktreffens, betreut von den beiden Netzwerkkoordinator*innen Julia Mayr und Lukas Reitbauer, stieß bei den Besucher*innen des Netzwerktreffens auf großes Interesse.

Veröffentlicht am 18.10.2026, zuletzt geändert 18.10.2026