Neuer Gedenkort Gunskirchen eröffnet: Erinnern, um nicht zu vergessen

Am 6. Oktober 2026 wurde der neue Gedenkort auf dem Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers Gunskirchen feierlich eröffnet. Mehr als 80 Jahre nach den Verbrechen des Nationalsozialismus entstand damit ein bedeutender Ort des Erinnerns, der die lange Zeit wenig sichtbare Geschichte des Lagers und seiner Opfer in den Mittelpunkt rückt.

Das KZ-Außenlager Gunskirchen wurde in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs zu einem Ort unvorstellbaren Leids. Tausende Menschen wurden hier unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten. Viele überlebten die Haft nicht. Am 4. und 5. Mai 1945 wurde das Lager von US-amerikanischen Truppen befreit.

Der neue Gedenkort des Mauthausen Komitees Österreich umfasst mehrere Glasstelen, die über die Geschichte des Lagers, den Leidensweg der Häftlinge, die Befreiung und den Umgang mit der Vergangenheit nach 1945 informieren. QR-Codes ermöglichen den Zugang zu Zeitzeugenberichten, historischen Dokumenten und einem virtuellen Rundgang.

An der Eröffnung nahmen neben zahlreichen Gästen auch der KZ-Überlebende Avigdor Neumann sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft teil. Ihre Anwesenheit unterstrich die besondere Bedeutung dieses Erinnerungsortes.

Der Gedenkort ist nicht nur eine Stätte des Gedenkens an die Opfer, sondern auch ein wichtiger Lernort für kommende Generationen. Er macht deutlich, wie wichtig es ist, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen, die Erinnerung wachzuhalten und Verantwortung für eine Gesellschaft zu übernehmen, in der Menschenwürde, Demokratie und Menschenrechte geachtet werden.

Veröffentlicht am 22.10.2026, zuletzt geändert 22.10.2026