PHOÖ: LV Codename Spielwarenfabrik: NS-Geschichte in St. Valentin

Im Rahmen der Lehrerfortbildung der Pädagogischen Hochschule Oberösterreichs setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der nationalsozialistischen Vergangenheit St. Valentins auseinander. Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung „Codename Spielwarenfabrik“, organisiert von Netzwerkkoordinator Lukas Reitbauer, standen die Geschichte der modernsten und größten Panzerproduktion des ehem. Nibelungenwerkes während des Nationalsozialismus, welches sich in St. Valentin befand, sowie die damit verbundenen Schicksale von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern.

Der Lokalhistoriker Josef Reisinger führte als Kurator durch die Ausstellung und vermittelte spannende Einblicke in die regionalgeschichtlichen Hintergründe. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem KZ-Außenlager St. Valentin und den menschenverachtenden Bedingungen, unter denen zahlreiche Menschen zur Arbeit gezwungen wurden.

Ergänzend stellte das Mauthausen Komitee sein Bildungsangebot zur Vermittlung vor. Die Führung und der Besuch der Gedenkstätte verdeutlichten, wie wichtig die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit für die historische und politische Bildung ist. Die gewonnenen Eindrücke und Informationen boten den Lehrkräften Anknüpfungspunkte, um diese Themen im Unterricht aufzugreifen und das Bewusstsein für Verantwortung, Erinnerung und Menschenrechte zu stärken.

Veröffentlicht am 22.10.2026, zuletzt geändert 22.10.2026