Präsentation des Sammelbands: „'Fremdvölkische Kinderheime' im 'Gau Oberdonau'“

Das neue Werk führt bestehende Forschungen zusammen, beleuchtet die Bedingungen in den Heimen und gibt den Opfern eine Stimme. Erarbeitet wurde der Band von einer Expert:innengruppe (u.a. Markus Rachbauer, Florian Schwanninger, Susanne Lammer und Martin Kranzl-Greinecker), um die lokale Gedenkarbeit zum Thema nachhaltig zu stärken.
Wann

08.12.2026 von 15:00 bis 18:00 (Europe/Vienna / UTC100)

Bundesland

Oberösterreich

Wo

JUFA Hotel Spital am Pyhrn und Friedhofskirche St. Leonhard

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Lange Zeit war das Schicksal der Kinder von Zwangsarbeiterinnen unter dem NS-Regime ein weitgehend unbeachtetes Kapitel der oberösterreichischen Regionalgeschichte. Der „Reichsgau Oberdonau“ unter Gauleiter August Eigruber nahm jedoch reichsweit eine Pionierrolle bei der Schaffung von eigenen Heimen für diese unerwünschten Kinder ein. Sie wurden ihren Müttern – vor allem sogenannten „Ostarbeiterinnen“ und Frauen aus Polen – abgenommen und kamen in sogenannte „Fremdvölkische Kinderheime“. Dort - und auch in Zwangsarbeitslagern - führten in der Folge ab 1943 Unterernährung und systematische Vernachlässigung zum Tod unzähliger Säuglinge und Kleinkinder.

Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim hat es sich gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe von regionalen Forscher:innen und Gedenkaktivist:innen zur Aufgabe gemacht, diese historischen Lücken zu schließen und lädt zur Präsentation des Sammelbandes „'Fremdvölkische Kinderheime' im 'Gau Oberdonau'“ ein.  

https://www.studienverlag.at/produkt/6077/fremdvoelkischen-kinderheime-in-oberdonau/ 

Termin & Ort: Freitag, 8. Mai 2026, 15:00 Uhr im JUFA Hotel Spital am Pyhrn

Gedenkfeier: 17:00 Uhr, Friedhofskirche St. Leonhard (Pyhrnstraße 165, Spital am Pyhrn)

Inhaltliche Schwerpunkte der Veranstaltung um 8.Mai:

  • Vorstellung der neuen Forschungsergebnisse zum System der „Fremdvölkischen Kinderheime“
  • Gedenkveranstaltung im Anschluss an die Präsentation