Die 1990er-Jahre – Umbruch und Aufbruch aus der Perspektive widerständiger Akteur*innen
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- Die 1990er-Jahre – Umbruch und Aufbruch aus der Perspektive widerständiger Akteur*innen
- 2026-06-16T18:30:00+02:00
- 2026-06-16T23:59:59+02:00
- Keynotes und Podiumsdiskussion.
16.06.2026 ab 18:30 Uhr (Europe/Vienna / UTC200)
Wien
Haus der Geschichte Österreich, Heldenplatz, 1010 Wien
Die Nachwirkungen des „Waldheimskandals“ (1986) sowie die Infragestellung der sogenannten Opferthese prägten die österreichische Öffentlichkeit in den 1990er-Jahren. Junge Aktivist*innen stellten das vorherrschende Geschichtsbild infrage und brachten die Erzählung der Zweiten Republik über die Zeit des Nationalsozialismus ins Wanken. Parallel dazu übernahm Jörg Haider die Führung der FPÖ und ebnete den Weg für den Aufstieg des Rechtspopulismus.
Verstärkte Migration und Fluchtbewegungen, ausgelöst durch politische Umbrüche wie den Jugoslawienkrieg, führten zu aggressiven Diskussionen über Migration und Asylrecht und gipfelten im rassistischen FPÖ-Volksbegehren „Österreich zuerst“.
Die Initiative Minderheiten und die Zeitschrift STIMME wurden 1991 in einer Phase tiefgreifender gesellschaftlicher und politischer Umbrüche gegründet, es folgten Organisationen wie der Republikanische Club, die asylkoordination österreich, SOS-Mitmensch oder das Romano Centro.
Gemeinsam veränderten sie den Diskurs nachhaltig und setzten ein Zeichen der Solidarität mit minorisierten Gruppen.
Anlässlich 40 Jahre Waldheim-Affäre und 35 Jahre Initiative Minderheiten lädt das Haus der Geschichte herzlich zum Diskussionsabend "Die 1990er-Jahre – Umbruch und Aufbruch aus der Perspektive widerständiger Akteur*innen" am 16. Juni 2026 um 18:30 Uhr ein.
Gemeinsam wird darüber nachgedacht, was wir aus den 1990er Jahren weitergeben wollen – an heutige und künftige Generationen, die aus der Vergangenheit lernen möchten.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Eine Anmeldung ist erforderlich.
Begrüßung
Monika Sommer | Gründungsdirektorin Haus der Geschichte Österreich
Cornelia Kogoj | Geschäftsführerin Initiative Minderheiten
Keynotes
Margit Reiter | Historikerin, Universität Salzburg
Historischer Überblick zur politischen Situation in Österreich zwischen 1986 und 1993
Hakan Gürses | Initiative Minderheiten
50 Jahre Unruhe – eine sehr persönliche Geschichte der sozialen Bewegungen
Podiumsdiskussion
„Minderheitenrechte wurden nicht geschenkt - sie wurden erkämpft“
Anny Knapp/Herbert Langthaler | asylkoordination österreich
Mirjam Karoly | Romano Centro
Josef Haslinger | SOS-Mitmensch
Doron Rabinovici | Republikanischer Club
Ursula Hemetek | Initiative Minderheiten
Moderation:
Vida Bakondy | Historikerin
Zuordnung
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