Versäumte Erinnerung? Rechtsextremer Bombenterror 1993-1996 in Österreich

Vorstellung der Initiative Antifaschistisches Gedenken und der Broschüre "Versäumte Erinnerung?" sowie Diskussion mit Expert*innen
Wann

05.03.2026 von 18:30 bis 20:00 (Europe/Vienna / UTC100)

Bundesland

Wien

Wo

Klub Slowenischer Student*innen in Wien/Klub slovenskih študentk*študentov na Dunaju, Mondscheingasse 11, 1070 Wien

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Die Initiative Antifaschistisches Gedenken arbeitet zum rechtsextremen Bombenterror der 90er Jahren, der in erster Linie gegen Minderheitenangehörige, von Rassismus Betroffene und ihre Unterstützer*innen gerichtet war. 25 Briefbomben wurden zwischen 1993 und 1996 versendet, drei Rohrbomben wurden gelegt. Vier Menschen wurden ermordet, 15 Personen - teils schwer - verletzt.

Die Initiative Antifaschistisches Gedenken setzte sich seit der Entstehung im Jahr 2023 mit der (fehlenden) Erinnerung an den rechtsextremen Bombenterror der Neunzigerjahre in Österreich auseinander und damit, warum dieses Thema gesellschaftlich quasi nicht verhandelt wird. Die Initiative wurde mit dem Ziel gegründet, einen Beitrag zu den Bemühungen zu leisten, diese Lücke im Österreichischen Bewusstsein zu schließen.

Unter der Leitfrage „_Wie kann und soll eine antifaschistische und solidarische Gedenkpraxis aussehen?_" hat die Initiative in den letzten zwei Jahren mit Betroffenen, (Minderheiten-)Angehörigen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen gesprochen und diskutiert. Ein erstes Ergebnis der Arbeit wird nun in Broschüre "Versäumte Erinnerung?" präsentiert.

Programm
* Vorstellung der Initiative Antifaschistisches Gedenken, kurze thematische Einführung und Aufbau der Broschüre
* Lesung und Gespräch von/mit Manuela Horvath, Leiterin der Roma-Pastoral in Oberwart und u.a. Organisatorin der jährlichen Gedenkveranstaltung an das Bomben-Attentat im Jahr 1995, bei dem vier Roma Erwin Horvath, Karl Horvath, Peter Sarközi und Josef Simon ermordet wurden.
* Fragen und Diskussion
 
Dauer des inhaltlichen Programms: ca. 90 Minuten

Die Broschüre ist bei der Veranstaltung erstmals in Print erhältlich, sie wird ab dem 5.3. außerdem digital über die Website initiativegedenken.noblogs.org zum Download zur Verfügung stehen.