"Stadtführer des Erinnerns" für Wr. Neustadt

Eine neue, umfassend ergänzte Auflage des Sammelbandes über die „Stolpersteine“ von Wiener Neustadt ist erschienen

Am 20. November 2019 wurde das Buch „Stadtführer des Erinnerns“ in Wiener Neustadt präsentiert. Dabei handelt es sich um völlig überarbeitete und in weiten Bereichen ergänzte Neuauflage des vergriffenen Buches „Stolpersteine Wiener Neustadt“, das 2011 erschienen war.

Die erste Auflage des Buchs „Stolpersteine Wiener Neustadt“ ist grundlegend überarbeitet und erweitert worden. Beim aktuellen „Stadtführer des Erinnerns“ handelt es sich um ein gemeinsames Projekt des Vereins „Aktion Mitmensch“, der Straßenzeitung „Eibisch-Zuckerl“ und des Vereins „Verein Alltag Verlag“. Textbeiträge stammen aus der Feder von Brigitte Bailer-Galanda (Historikerin, DÖW), Anton Blaha (Obmann „Eibisch-Zuckerl“, Verfasser zahlreicher Kapitel), Maximilian Huber (Literaturkundiger und Obmann „Aktion Mitmensch“), Christine Kanzler (Theaterwissenschaftlerin), Manfred Lang (Historiker, SOHO), Michael Rosecker (Historiker, Verleger „Verein Alltag Verlag“), Andreas Sarközi (Kulturverein österreichischer Roma) und Werner Sulzgruber (Historiker, Experte für jüdische Geschichte).

Zum einen werden dem/der Leser/in die verschiedenen Opfergruppen des Nationalsozialismus in kurzen Essays vorgestellt, zum anderen erhält man mit dem Blick auf die Biografien der mittels der „Stolpersteine“ gedachten Wiener Neustädter Opfer Informationen zu deren Lebensweg und Schicksal.

Der größte Teil des Buches ist also den Biographien von Opfern des NS-Regimes gewidmet, wobei in Bezug auf die politischen Opfer auf die Forschungsergebnisse des inzwischen verstorbenen Heimatforschers Prof. Karl Flanner, hinsichtlich der Euthanasie-Opfer auf jene von Dr. Anton Blaha und bezüglich der jüdischen Opfer der Shoah – die den Großteil der Opferbiographien ausmachen – auf die Forschungen des Historikers Mag. Dr. Werner Sulzgruber zurückgegriffen werden konnte. Letzterer unterstützt das Projekt „Stolpersteine für Wiener Neustadt“ von Anfang an nachhaltig und recherchierte seit Jahren kontinuierlich auch zusätzliche Lebensgeschichten von Shoah-Opfern für dieses Projekt.

 

Informationen zu diesem Band: http://www.vereinalltagverlag.at

abgelegt unter:
Die drei Herausgeber Michael Rosecker [2. v. l.], Anton Blaha [3. v. l.] und Max Huber [links] sowie der Historiker Werner Sulzgruber [rechts]
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