Zeitgeschichte Förderpreis vergeben!

Die Stadt Krems schreibt jährlich einen Förderpreis für Zeitgeschichte für Schüler*innen aus

Die Stadt Krems lädt jährlich Maturant:innen dazu ein, sich im Rahmen ihrer abschließenden Arbeiten oder Diplomarbeiten mit Themen der Kremser Zeitgeschichte auseinanderzusetzen. Die eingereichten Arbeiten können sich mit Entwicklungen vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die jüngere Vergangenheit beschäftigen. Eine fachkundige Jury, bestehend aus Kulturamtsleiter und Netzwerkkoordinator von erinnern.at,  Gregor Kremser, Historiker Robert Streibel und der Vorsitzenden des Kremser Kulturbeirats, Elisabeth Vavra, beurteilt die Einreichungen nach ihrer inhaltlichen und methodischen Qualität sowie nach ihrem Bezug zur Stadt Krems.

Spuren jüdischen Lebens in Krems
Johanna Maria Holzmayer vom Mary Ward Privat-Oberstufenrealgymnasium Krems erhielt für ihre Arbeit „Die Spuren jüdischer Schicksale in Krems“ den Förderpreis. Holzmayer setzte sich darin mit der jüdischen Gemeinde in Krems während der NS-Zeit sowie mit der heutigen Erinnerungskultur auseinander. Sie beschäftigte sich unter anderem mit Propaganda und „Arisierung“ im Nationalsozialismus sowie mit Gedenk- und Kunstprojekten und der Aufarbeitung der Zeitgeschichte in Krems. Die Jury würdigte die Arbeit als kompakten und fundierten Überblick über die jüdische Geschichte der Stadt und den heutigen Umgang mit diesem Erbe. Betreut wurde die Arbeit von Renate Kolm.

Hauptpreis für Arbeit über Gneixendorfer Kriegsgefangenenlager
Der Hauptpreis ging an Lea Koppensteiner und Leonie Weillechner von der HLM HLW Krems für ihre gemeinsame Arbeit „Analyse von historischem Fotomaterial in Zusammenhang mit dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager STALAG XVII B“. Die beiden ehemaligen Schülerinnen beschäftigten sich insbesondere mit belgischen Kriegsgefangenen im STALAG XVII B in Gneixendorf und deren Arbeitseinsatz in Stratzing. Im Mittelpunkt stand die Auswertung historischen Fotomaterials in Verbindung mit Interviews. Die Jury hob vor allem den eigenständigen Zugang zu den Quellen und die Verknüpfung von Bildmaterial und Interviews mit Zeitzeug:innen hervor. 

 beide Arbeiten und alle Informationen zum Zeitgeschichte Förderpreis finden sich hier.

(Foto:Direktorin Sandra Köhl und Lehrerin Renate Kolm vom Mary Ward Privat-Oberstufenrealgymnasium Krems, Magistrat-Bereichsleiterin Doris Denk, Kulturgemeinderätin Elisabeth Kreuzhuber, Bürgermeister Peter Molnar, die Preisträgerinnen Johanna Maria Holzmayer, Lea Koppensteiner und Leonie Weillechner sowie Kulturamtsleiter und Jury-Mitglied Gregor Kremser – von links. (c) Stadt Krems)

 

Veröffentlicht am 20.09.2026, zuletzt geändert 20.09.2026