Vortrag von Cornelia Offergeld: Erinnern als künstlerische Praxis. Von der Repräsentation zu transformativen Prozessen

Keynote im Rahmen der Tagung „Achtzig Jahre danach. NS-Erinnerungsarbeit in künstlerischer Praxis und Vermittlung heute“
What Fortbildung
Wann

19.05.2025 ab 19:00 Uhr (Europe/Vienna / UTC200)

Bundesland

Wien

Wo

Akademie der bildenden Künste Wien | Schillerplatz 3 | 1010 Wien | Sitzungssaal

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Eine Funktion der Kunst ist die komplexe Wahrnehmung der Welt und ihrer Probleme. In einer Zeit, in der die Echos der Vergangenheit sich mit der Gegenwart vermischen und die utopische Konnotation von Zukunft einer dystopischen gewichen ist, haben Künstler:innen Erinnern zu einer künstlerischen Praxis
gemacht. Dabei haben sie selbstbestimmt ein Vakuum der Sprachlosigkeit gefüllt und einen neuen Denkmalbegriff geformt, in dem die eigene Vermittlung mitbedacht ist. Aus diesem Prozess heraus entstehen Erinnerungsformate, die von kollektiven Ritualorten des zeitgenössischen Totenkults zu transformativen sozialen Prozessen übergegangen sind und die gleichzeitig mit enzyklopädischem und archivarischem Denken vergangenes Wissen ordnen.

Der Vortrag findet im Rahmen der  Tagung „Achtzig Jahre danach. NS-Erinnerungsarbeit in künstlerischer Praxis und Vermittlung heute“ statt. Die Teilnahme am Vortrag ist allen Interessierten - auch unabhängig von der Teilnahme an der Tagung - möglich.