Aus dem Leben gerissen. Schicksale österreichischer Jüdinnen und Juden nach dem „Anschluss“ 1938
- https://www.erinnern.at/termine/aus-dem-leben-gerissen
- Aus dem Leben gerissen. Schicksale österreichischer Jüdinnen und Juden nach dem „Anschluss“ 1938
- 2026-11-10T15:00:00+01:00
- 2026-11-10T16:00:00+01:00
- Präsentation neuer Lernmaterialien für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit
10.11.2026 von 15:00 bis 16:00 (Europe/Vienna / UTC100)
Wien
Parlament, Lokal 7, 1017 Wien
2024 wurde im Österreichischen Parlament die Ausstellung „Aus dem Leben gerissen. Schicksale österreichischer Jüdinnen und Juden nach dem Anschluss 1938“ präsentiert. Sie entstand in Kooperation zwischen der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem und dem Österreichischen Parlament. Im Mittelpunkt der Ausstellung standen ausgewählte Alltagsobjekte von österreichischen Jüdinnen und Juden, die aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung nach dem sogenannten „Anschluss“ ihr Heimatland verlassen mussten und Schutz in einem Exilland suchten. Die Objekte der Ausstellung stehen stellvertretend für die unterschiedlichen Fluchtgeschichten und -gründe sowie für die Wünsche, Hoffnungen und Erwartungen, die ihre ehemaligen Besitzerinnen und Besitzer hatten.
In Kooperation zwischen dem Parlament, Yad Vashem und dem OeAD-Programm ERINNERN:AT entstand auf Basis der Ausstellung ein neues Unterrichtsmaterial für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren. Es ist das erste Lernmaterial der Gedenkstätte Yad Vashem mit explizitem Österreich-Bezug. Die Schülerinnen und Schüler lernen anhand der On- und Offline-Materialien acht ausgewählte Objekte sowie die dahinterstehenden Lebensgeschichten kennen. Neben der Beschäftigung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und Holocaust geht es dabei auch um die Auseinandersetzung mit der Vielfalt jüdischen Lebens in Österreich vor 1938, sowie mit der Geschichte der Objekte und deren Besitzerinnen und Besitzer nach 1945.
Aus Anlass des Gedenkens an die Novemberpogrome stellen die Autorinnen und Autoren die Materialien zum ersten Mal in Wien vor. Die Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte der außerschulischen Bildung, Pressevertreterinnen und -vertreter sowie die interessierte Öffentlichkeit.
Programm
(Stand: September 2026)
Begrüßung und Grußworte
Peter Haubner, Zweiter Präsident des Nationalrates
Jakob Calice, Geschäftsführer OeAD
Teaching and Learning about the Holocaust from a Jewish Perspective (Vortrag in englischer Sprache)
Yael Richler-Friedman, Pedagogical Director, The International Institute for Holocaust Education at Yad Vashem
Einführung in die Lernmaterialien
Patrick Siegele, OeAD, Bereichsleiter Holocaust Education | ERINNERN:AT
Filmvorführung „Jüdisches Leben in Österreich vor 1938“
Vorstellung ausgewählter Objekte und Lebensgeschichten
Rifka Junger, Parlamentsdirektion, Dialogplattform Staat & Gesellschaft
Q&A und Ausklang
Moderation: David Pinchasov, Parlamentsdirektion, Dialogplattform Staat & Gesellschaft
Eine gemeinsame Veranstaltung des Parlaments und der Agentur für Bildung und Internationalisierung - OeAD
