Jüdische Lebensgeschichten filmisch aufbereitet – Unterrichtsmaterial für Berufsschulen

Die hier präsentierten zwölf Unterrichtsentwürfe richten sich speziell an Berufsschulen. Sie basieren auf den Kurzfilmen von Centropa, sowie der DVD „Das Vermächtnis“ von _erinnern.at_ und kreisen um österreichisch-jüdische Lebensgeschichten des 20. Jahrhunderts. Die SchülerInnen werden eingeladen, sich mit der Geschichte dieser Menschen auseinanderzusetzen, und diese mit ihrer eigenen Geschichte, ihren eigenen Interessen und Fragen in Beziehung zu setzen:

Nur ein paar Straßen voneinander entferntdownload

Die Beschäftigung mit der Lebensgeschichte von Kitty und Otto
Suschny bildet den Ausgangspunkt dieses Unterrichtsentwurfes. Darauf aufbauend werden mit der Frage „Jeder hat eine Geschichte, oder?“ auch Lebensgeschichten aus dem Umfeld der SchülerInnen in den Blick genommen.

Film Kitty und Otto Suschny - link

 

"Das kann ich nicht vergessen...“ – DVD Das Vermächtnis. Verfolgung, Vertreibung und Widerstand im Nationalsozialismus - download

„Das Vermächtnis“ basiert auf Interviews mit 13 ZeitzeugInnen.
Für die DVD wurden Ausschnitte aus den Interviews ausgewählt und didaktisch aufbereitet. In dieser Lerneinheit sollen sich die SchülerInnen möglichst eigenständig – und von ihren Interessen und Fragen geleitet – mit der DVD auseinandersetzen.

"Das Vermächtnis" - 13 ausgewählte Video-Interviews mit Holocaust-Überlebenden : - link

 

Fremdseindownload

In dieser Unterrichtseinheit wird dem Fremdsein, einem Thema
das Menschen in unterschiedlicher Weise erfahren, nachgegangen:
durch Befragung der eigenen Person, der Auseinandersetzung mit
einem filmischen Beispiel und der Möglichkeit einer vertiefenden
Projektarbeit.

Film Güler Orgun: Eine türkisch - jüdisch - muslimische Geschichte: -link

 

Frieda suchen – Frieda finden - download

Der Unterrichtsentwurf basiert auf der Auseinandersetzung mit
biographischen Texten, sowie der Beschäftigung mit dem
dreiminütigen Centropa-Film über Max Uri.

Film Max Uri: - link

 

Rosinen meines Lebensdownload

Der Unterrichtsentwurf baut auf Interviewauszügen und
Centropas Film über Herbert Lewin auf. Die einleitende Auseinandersetzung mit ihnen bedeutsamen Gegenständen eröffnet den SchülerInnen einen Zugang zur Konstruktion von Geschichte(n).

Film Herbert Lewin: - link

 

Europe Without Borders (Berufsbezogenes Englisch) - download

Die Beschäftigung mit der "grenzenlosen" Familiengeschichte von Laszlo Nussbaum ist der Ausgangspunkt dieser Lerneinheit. Auf Grundlage des Films werden die SchülerInnen dazu angeregt, sich mit ihrer eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen.

"Europe without Borders": Laszlo Nussbaum: - link

 

Maps, Central Europe and History (Berufsbezogenes Englisch) - download

Die sich verändernden Grenzen und Kultur(en) Europas sind Thema eines Centropa-Films, der die Basis dieses Unterrichtsentwurfes bildet. Die SchülerInnen diskutieren über die Bedeutung von Grenzen in der Geschichte und in ihrem persönlichen Leben.

Maps, Central Europe and History: - link

 

Love on a Paper Airplane (Berufsbezogenes Englisch) - download

Dieser Unterrichtsentwurf baut auf dem Film über Judit Kinszki auf und regt die SchülerInnen dazu an, sich mit der Bedeutung von historischen und aktuellen Fotografien zu beschäftigen.

Film Judith Kinszki: - link

 

To Be a Stranger (Berufsbezogenes Englisch)download
Den Ausgangspunkt über diesen Entwurf zum Thema "Fremdsein" bildet der Film über Güler Orgun, in dem sie über die Geschichte ihrer Familie spanischen Ursprungs, die Konversion ihrer Eltern zum Islam und über das Wiederfinden ihrer jüdischen Wurzeln erzählt.

Film über Güler Orgun: Eine türkisch - jüdisch - muslimische Geschichte: - link

 

Drei der Entwürfe beziehen sich auf einen spezifischen Ort, nämlich Linz, können aber in ihrer Grundidee beliebig auf andere Städte übertragen werden:

 

Spurensuche zu Straßennamen - download

In Linz wie auch in Linz-Urfahr wurden einige Straßen nach NS-Opfern
und WiderstandskämpferInnen benannt. Dieser Unterrichtsentwurf
unterstützt die Eigenaktivität der SchülerInnen bei der Spurensuche, die auch in einem anderen regionalen Umfeld denkbar ist.

 

Erinnerungsorte der NS-Vergangenheit (Stadtrundgang) - download

Der Stadtrundgang baut auf der Erforschung des historischen
Lebensraumes der Menschen sowie der Alltags- und Sozialgeschichte
auf. Er kann ebenso eine Anregung zur Entwicklung eigener Unterrichtsentwürfe zu lokalen zeitgeschichtlichen Orten sein.

 

Besuch zweier Gedenkorte (Schulen) download

An einigen Linzer Bildungseinrichtungen befinden sich Zeichen der
Erinnerung an die Gräueltaten der NS-Zeit. Der Unterrichtsentwurf
zum Besuch der Gedenkstätten an zwei Linzer Schulen kann Anregung zur Beschäftigung mit lokalen Gedenkstätten an öffentlichen Institutionen und Plätzen sein.

 

Neben der eigenständigen Durchführung eines Unterrichtsentwurfs besteht auch die Möglichkeit, jemanden aus dem Team von Centropa oder _erinnern.at_ in die Schule einzuladen, der/die Sie dabei unterstützt. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte Maria Ecker oder Fabian Rühle.

 

Ein Projekt von _erinnern.at_ und Centropa
Projektverantwortliche: Fabian Rühle, Maria-Theresia Moritz, Maria Ecker


Centropa
Centropa ist ein internationales Team von Historikern, Filmemachern und Pädagogen mit Hauptsitz in Wien. Zwischen 2000 und 2010 wurden mehr als 1.250 Lebensgeschichten und knapp 25.000 in Familienfotografien digitalisiert. Sie bilden die Basis für die Kurzfilme, auf denen die Unterrichtsentwürfe beruhen. Centropa Student ist das multimediale, webbasierte Bildungsprogramm von Centropa, das sich an Schulen in Europa, Nordamerika und Israel richtet.  Ziel ist es, europäisch-jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts innovativ zu vermitteln.
www.centropa.org

 

George Kovacs, Wien vor 1938. Seine Geschichte (und die von weiteren 12 ZeitzeugInnen) ist das Thema von „Das kann ich nicht vergessen...“
George Kovacs, Wien vor 1938. Seine Geschichte (und die von weiteren 12 ZeitzeugInnen) ist das Thema von „Das kann ich nicht vergessen...“
Max Uri mit seiner Frau Frieda, Tel Aviv, 1940. © Centropa. Ihre Geschichte wird in „Frieda suchen – Frieda finden“ behandelt.
Max Uri mit seiner Frau Frieda, Tel Aviv, 1940. © Centropa. Ihre Geschichte wird in „Frieda suchen – Frieda finden“ behandelt.
Herbert Lewin, Wien, 2006. © Centropa. Der Unterrichtsentwurf „Rosinen meines Lebens“ basiert auf seiner Lebenserzählung.
Herbert Lewin, Wien, 2006. © Centropa. Der Unterrichtsentwurf „Rosinen meines Lebens“ basiert auf seiner Lebenserzählung.
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