Simon-Goldberger-Preise-2025 für Gedenkkultur vergeben
Für sein außergewöhnliches wissenschaftliches Lebenswerk, seine herausragenden Leistungen in der Vermittlung jüdischer Kultur und Geschichte sowie sein unermüdliches Engagement in der Bewahrung jüdischer Erinnerung wurde der langjährige Direktor des Österreichischen Jüdischen Museums in Eisenstadt, Johannes Reiss, mit dem Simon-Goldberger-Preis für Erinnerungs- und Gedenkkultur in der Kategorie Gedenkinitiative ausgezeichnet. Diese Ehrung würdigt nicht nur seine umfassende Forschungsarbeit, sondern auch seinen Beitrag zur Versöhnung, zum interkulturellen Dialog und zur Sichtbarmachung jüdischen Erbes im Burgenland.
Den Musikschulen Oberpullendorf und Deutschkreutz wurde für das Gemeinschaftsprojekt „MUSIK.GEDENK.SCHULE – Musikalische Wege des Erinnerns“ der Simon-Goldberger-Preis für Erinnerungs- und Gedenkkultur in der Kategorie Schule zugesprochen. Im Zentrum des mehrjährigen Projektes, das in enger Zusammenarbeit mit der Initiative 1938.2018 Shalom.Nachbar in Lockenhaus und der Projektleiterin Ruth Patzelt entstanden ist, standen das jüdische Burgenland und Kompositionen jüdischer KomponistInnen. Die beteiligten Musikschulen, die Kooperationspartner und alle Mitwirkenden setzen damit ein starkes Zeichen für Toleranz, Vielfalt und ein friedliches Miteinander. Aus der Jurybegründung: "Die enge Zusammenarbeit zwischen den Schulen, die Verwendung aktueller Quellen und das gut durchdachte Programm machten das Projekt besonders wertvoll. Es fördert das historische Bewusstsein und trägt dazu bei, dass junge Menschen die Bedeutung von Erinnerung und Kultur weitertragen. Das Projekt verdient aufgrund seiner breiten Wirkung und nachhaltigen Ausstrahlung besondere Anerkennung.
(Land Burgenland)
