Themenrundgang: "Das Judenlager im Wald - KZ Gunskirchen"

Im April 1945 wurden bis zu 20.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder, die meisten aus Ungarn, auf Todesmärschen vom KZ Mauthausen in das Auffanglager Gunskirchen getrieben, wo ohne jegliche Versorgung Tausende starben.
What Rundgang
Wann

11.10.2025 von 10:00 bis 13:00 (Europe/Vienna / UTC200)

Bundesland

Oberösterreich

Wo

KZ-Gedenkstätte Gunskirchen, Außenlager-Stele an der B1

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Gunskirchen war laut Überlebenden eines der letzten und schlimmsten Außenlager von Mauthausen. Ende Dezember 1944 wurde mit KZ-Häftlingen aus Mauthausen in Gunskirchen der Bau eines „SS-Notbehelfsheims“ begonnen. Dieses wurde jedoch nicht fertiggestellt. Als Anfang 1945 im Hauptlager Mauthausen Tausende ungarische Juden aus Zwangsarbeitslagern im Osten des Deutschen Reiches und gleichzeitig evakuierte Häftlinge aus den KZ-Außenlagern – unter ihnen ebenso Juden – eintrafen, fiel in der Lagerkommandantur die Entscheidung, die Juden in ein „Zeltlager“ auszusondern und sie dann ins unfertige Lager Gunskirchen zu überstellen. Anhand von noch sichtbaren Relikten auf dem Areal des ehemaligen Lagers werden bei diesem Themenrundgang Einblicke in bisher unbekannte historische Quellen gegeben. Dadurch wird eine lang verdrängte Geschichte, die Teil der Schoah ist, sichtbar.

Referentin: Angelika Schlackl (pädagogische Mitarbeiterin KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gunskirchen)

Anmeldung erforderlich unter:
education@mauthausen-memorial.org
07238/2269-10

Achtung: begrenzte Teilnehmer*innenzahl!
Die Teilnahme ist kostenlos.
Dem Wetter entsprechende Kleidung und festes Schuhwerk!