Einweihungsfeier: Erstes Denkmal in Europa in Würdigung eines Retters von Roma und Romnja

Am 2. November findet die Einweihungsfeier des neuen Denkmals in Oberpullendorf/ Felsőpulya statt. Es erinnert an György Gedeon Rohonczy (1884 -1975). Er rettete über 100 Roma vor der Ermordung in den NS-Vernichtungslagern. Das Magazin Profil beschrieb 1995 den in Mitterpullendorf/ Középpulya ansässigen Baron György Gedeon Rohonczy als den „burgenländischen Oskar Schindler“. Das Denkmal in Oberpullendorf wird das erste in Europa sein, das solidarisches Handeln zugunsten von Roma und Romnja sichtbar würdigt.
  • Einweihungsfeier: Erstes Denkmal in Europa in Würdigung eines Retters von Roma und Romnja
  • 2025-11-02T14:00:00+01:00
  • 2025-11-02T23:59:59+01:00
  • Am 2. November findet die Einweihungsfeier des neuen Denkmals in Oberpullendorf/ Felsőpulya statt. Es erinnert an György Gedeon Rohonczy (1884 -1975). Er rettete über 100 Roma vor der Ermordung in den NS-Vernichtungslagern. Das Magazin Profil beschrieb 1995 den in Mitterpullendorf/ Középpulya ansässigen Baron György Gedeon Rohonczy als den „burgenländischen Oskar Schindler“. Das Denkmal in Oberpullendorf wird das erste in Europa sein, das solidarisches Handeln zugunsten von Roma und Romnja sichtbar würdigt.
What Gedenkveranstaltung
Wann

02.11.2025 ab 14:00 Uhr (Europe/Vienna / UTC100)

Bundesland

Burgenland

Wo

Hauptstraße 56, vor der Bezirkshauptmannschaft | 7350 Oberpullendorf/ Felsőpulya

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Die Zahl der Menschen, die in der Zeit der NS-Diktatur den Verfolgten Schutz und Hilfe gewährten, ist beschämend gering. Umso mehr gilt es heute, ihr selbstloses Handeln in Erinnerung zu halten. Das wohl prominenteste Beispiel ist der Unternehmer Oskar Schindler, der in seiner Krakauer Fabrik Hunderte jüdische ZwangsarbeiterInnen vor der Vernichtung bewahrte. Er gilt als weltweit geachteter „Gerechter unter den Völkern“. Sein Leben und die dramatische Rettungsaktion wurden durch den Film „Schindlers Liste“ einem Millionenpublikum bekannt.

In Oberpullendorf (ung. Felsőpulya), einer Kleinstadt im Osten Österreichs (Burgenland), soll nun eine Person geehrt werden, die mindestens 120 InsassInnen eines nahegelegenen NS-Sammellagers vor dem Abtransport in den sicheren Tod bewahrte. Dabei handelte es sich ausnahmslos um burgenländische Roma und Romnja, die unter dem NS-Regime aufgrund rassistischer Kategorisierungen besonders brutaler Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt waren. Der ungarischstämmige Baron György Gedeon Rohonczy ließ sich Männer, Frauen und Kinder aus dem NS-Anhalte- und Sammellager Lackenbach zuteilen – offiziell als dringend benötigte Arbeitskräfte für seine „kriegswichtige“ Landwirtschaft. In Wahrheit versorgte er die Schutzsuchenden mit dem Allernötigsten und verhalf vielen zur Flucht.

Das Denkmal in Oberpullendorf wird das erste in Europa sein, das solidarisches Handeln zugunsten von Roma und Romnja sichtbar würdigt – am Beispiel György Gedeon Rohonczy.

Veranstaltet wird die Einweihungsfeier durch die Stadtgemeinde Oberpullendorf und der Roma Volkshochschule Burgenland in Kooperation mit dem Mittelburgenländischen Ungarischen Kulturverein

Programm zum Download

Anmeldung unter:
0 664/ 35 81 489 oder office@vhs-roma.eu


Anhand von Biografien über den Genozid an den Roma und Sinti lernen

Die Lebensgeschichte von Baron György Gedeon Rohonczy ist Teil der Lernwebsite romasintigenocide.eu. Die Website informiert in 12 Sprachen über den Genozid an den Roma und Sinti und stellt Arbeitsblätter für Schülerinnen und Schüler zu verschiedenen Aspekten bereit. Ein eigenes Kapitel ist dem Thema Widerstand und Selbstbehauptung gewidmet; in diesem befassen sich die Lernenden auch mit  György Gedeon Rohonczy und wie er über 100 Männern, Frauen und Kindern das Leben rettete.