Rundgang "Grenzschleusen im Rheinvorland"

Digital unterstützter Hörspaziergang zu NS-Zwangsarbeit, Hochwasserschutz und Flucht im Grenzgebiet zwischen Vorarlberg und der Schweiz.

"[D]ieses gesamte Lagersystem [...], lange wird das ja fokussiert auf Mauthausen. Und dieses "Spinnennetz", also das war so ganz wichtig in der Vermittlung zu zeigen, das ist [...] verästelt und mit sehr unterschiedlichen Trägern." (Werner Bundschuh, Historiker)

Das Rheintal ist Grenzgebiet. Der Rhein bildete während der Zeit des Nationalsozialismus die Grenze zwischen dem Deutschen Reich und der Schweiz. Unmittelbar an dieser damals stark militarisierten Grenze wurde während der Kriegsjahre im Rahmen des Hochwasserschutzes gebaut: In einem nahegelegenen Steinbruch wurden Steine für die Baustellen gebrochen, laut Akten aus dieser Zeit kamen in dem Steinbruch ZwangsarbeiterInnen zum Einsatz.

Der Hörspaziergang macht eine Beschäftigung mit dieser Vergangenheit möglich. Dabei kreuzt er die Fluchtrouten von ZwangsarbeiterInnen, die über den Rhein in die Schweiz flüchteten. Und er führt bis in die Ukraine, aus der ZwangsarbeiterInnen nach Vorarlberg verbracht wurden.

Hinweise: Der 80-minütige Hörspaziergang beginnt beim Steinbruch Kutzen zwischen den Ortschaften Mäder und Koblach. Für den Rundgang sollten Sie zweieinhalb Stunden einplanen. Bitte führen Sie einen Ausweis mit sich, während des Hörspaziergangs werden Sie die Staatsgrenze überschreiten. Es wird empfohlen, Kopfhörer zu verwenden.

Konzept und Recherche: Miro Schawalder und Florian Wegelin
Regie: Miro Schawalder
Dramaturgische Beratung: Elias Gross
Sprecherinnen: Barbara Klein und Franziska Oliver
Interviews mit: Werner Bundschuh, Ljuba Danylenko, Tetiana Pastushenko, Margarethe Ruff

Weitere Informationen auf der Website des Rundgangs: - link

Erstellt am 2020-10-18T19:42:53+01:00, zuletzt geändert 2020-11-20T10:45:33+01:00