Digitales Bildungsangebot: Virtueller Rundgang – IWalk Mauthausen

Der erste IWalk in Österreich „Mauthausen Memorial. Spuren eines Verbrechens“ ist ein Kooperationsprojekt von _erinnern.at_, der KZ Gedenkstätte Mauthausen und der USC Shoah Foundation

Ab sofort ist das neue digitale Bildungsangebot in der IWalk App (IWalk - USC Shoah Foundation) kostenlos verfügbar. Laden Sie die App herunter und lassen Sie sich vom IWalk über das Gelände der KZ-Gedenkstätte leiten – auch von Zuhause aus.

In Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und der USC Shoah Foundation hat_erinnern.at_ ein digitales Bildungsangebot zur Geschichte des Konzentrationslagers Mauthausen entwickelt. Mithilfe der von der USC entwickelten IWalk-App ist ein virtueller Rundgang entstanden, der vor allem SchülerInnen ein historisches Lernen vor Ort oder auf Distanz ermöglicht. Er versteht sich als Zusatzangebot zum bestehenden Angebot der KZ-Gedenkstätte (wie der Mauthausen App und dem Audioguide) und richtet den Blick der Besuchenden auf Objekte vor Ort, die leicht übersehen werden können.

Ausgangspunkt jeder der sechs Stationen ist ein unscheinbares Objekt vor Ort. Video-Interviews mit Zeitzeug:innen (USC-Visual History Archives und Mauthausen Archiv) sowie Bildquellen knüpfen an die Objekte an und eröffnen den Nutzenden einen Blick in die Vergangenheit. Dabei werden Opfer, Täter und Umfeld ins Auge gefasst.

Für Schulklassen (14+) ist der IWalk mit seinem zusätzlichen Quellenmaterial und Reflexions-Fragen eine ideale Ergänzung zu bereits bestehenden Bildungsangeboten, z.B. nach einem Rundgang. Über die Plattform IWitness können LehrerInnen die Arbeit ihrer SchülerInnen einsehen. Für Besuchende, die mit der Gedenkstätte und dem Audio Guide Mauthausen vertraut sind, bieten die Video-Interviews und Reflexions-Fragen eine Möglichkeit „neue“ Geschichten oder unbekannte Orte an der Gedenkstätte zu erkunden. Abgesehen von allgemeinem Wissen zum Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg ist kein Vorwissen für die Absolvierung des ca. einstündigen IWalks nötig.

IWalk Luzern

Auch in der Schweiz ist kürzlich der erste IWalk veröffentlicht worden: Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages am 27.1.2022 präsentierte die PH Luzern, Projektpartner von _erinnern.at_, den IWalk "Das Jüdische Luzern 1933-1945". Er führt an Orte in Luzern, die für das jüdische Leben eine Rolle spielten oder spielen. Nachlese: - Zeitungsartikel

Lernen mit Video-Interviews

Ein Schwerpunkt der Arbeit von _erinnern.at_ bildet von Beginn an die didaktische Aufbereitung von Video-Interviews mit ZeitzeugInnen für das schulische Setting. Über die vergangenen zwanzig Jahre sind so Unterrichtsmaterialien zu verschiedenen Themen, teilweise in Kooperation mit nationalen und internationalen PartnerInnen, entstanden. Video-Interviews können „echte“ Begegnungen mit ZeitzeugInnen nicht ersetzen, haben aber dafür andere Qualitäten und eröffnen andere Möglichkeiten. Für eine aktive Auseinandersetzung mit ZeitzeugInnen-Berichten bieten die Lernmaterialien von _erinnern.at_ umfangreiche und vielfältige Anregungen, meist in Form von fertigen Stundenbildern, die flexibel einsetzbar sind.

Weitere neue Bildungsangebote der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und _erinnern.at_

Aus der langjährigen Kooperation zwischen _erinnern.at_ und der KZ-Gedenkstätte Mauthausen sind 2021 zwei weitere neue Bildungsangebote hervorgegangen, die einen Besuch der Gedenkstätte und dessen Vor- und Nachbereitung unterstützen. Weiterlesen: - Link

"Lebenswege nach Mauthausen": - Link

"Gedenkstätte digital: Mit Abstand!": - Link

Weitere Links:

KZ-Gedenkstätte Mauthausen: - Link

USC Shoah Foundation: - Link

Lernplattform IWitness: - Link

Das Projekt IWitness wurde vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus gefördert.

Erstellt am 2021-04-15T13:30:11+01:00, zuletzt geändert 2023-01-09T15:30:56+01:00